Die Deutsche Umwelthilfe wirft Brauereien und Lidl Pfandbetrug vor. Die Betroffenen wehren sich.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) und dem Verband Private Brauereien nutzen Großbrauereien und der Discounter Lidl Regelungslücken und spekulieren auf Zusatzeinnahmen durch erhöhten „Pfandschlupf”.

Lidl-Bierflaschen werden fälschlicherweise als Mehrwegflaschen erkannt, so der Vorwurf: „Pro falsch erkannter Flasche kassiert der Abfüller zu unrecht 25 Cent und das Mehrwegsystem wird zusätzlich um 8 Cent geschädigt.”

Rechtliche Schritte angekündigt

„Es ist kein Zufall, dass die bei Lidl verkauften Einweg-Bierflaschen ihren Pendants aus dem Mehrwegbereich zum Verwechseln ähnlich aussehen”, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Resch kündigte „rechtliche Schritte” an und forderte die Unternehmen auf, die Produktion und den Verkauf der irreführenden Bier-Einwegflaschen einzustellen.

Alles nur Panikmache?

Die Brauerei C. & A. Veltins wies den Vorwurf der Irreführung der Verbraucher als unzutreffend und überzogene Panikmache zurück.

„Allein schon die Höhe der Flaschen ist so unterschiedlich, dass das Einweggebinde aus dem Mehrwegkasten erkennbar herausragt”, so Marketingdirektor Herbert Sollich.