Von Krise keine Spur: Der Hornbach-Konzern konnte seine Umsätze auch im dritten Quartal des Geschäftsjahres ausbauen - und beim Ergebnis überproportional zulegen.

Die Hornbach Holding AG steigerte Umsatz und Ertrag. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 30. November 2011) wuchsen die Umsätze um 6,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) legte im gleichen Zeitraum überproportional um 12,8 Prozent auf 191,2 Millionen Euro zu.

"Bislang haben die Hiobsbotschaften rund um die europäische Staatsschuldenkrise offenbar noch nicht die Konsumlaune der deutschen Häuslebauer, Heimwerker und Gartenliebhaber beeinträchtigt, sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG.

Das Gegenteil sei vielmehr der Fall: "Der Wohnungsbau- und Renovierungsmarkt läuft rund. Und hier können wir bei den Projektkunden dank unserer Stärken im Sortiment und in der Beratung besonders punkten", so Unternehmenschef Hornbach.

Deutscher Markt als Wachstumsmotor des Konzerns

Als Wachstumsmotor sieht der viertgrößte deutsche Baumarktkonzern die Bau- und Gartenmärkte in Deutschland an, die mit einem flächenbereinigten Umsatzplus von kumuliert 6 Prozent weiterhin besser als die Branche abschnitten.

Auch flächenbereinigt - ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen und Schließungen - gelang es Hornbach, auf die Umsatzzuwächse des Vorjahres noch einmal draufzusatteln, und zwar konzernweit um plus 2,9 Prozent.

Der größte operative Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG, der in neun europäischen Ländern 134 Bau- und Gartenmärkte betreibt, gab die Marschroute für die Geschäftsentwicklung vor: Er erhöhte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 6,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und verbesserte gleichzeitig das EBIT um 13,9 Prozent auf 154,3 Millionen Euro.

Auslandsumsätze auf Vorjahresniveau

Außerhalb Deutschlands sind die Umsätze der Hornbach Bau- und Gartenmärkte in den ersten neun Monaten insgesamt um 7,6 Prozent gestiegen. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz der Hornbach-Baumarkt-AG erhöhte sich von 42,0 Prozent auf 42,5 Prozent.

Die flächenbereinigten Umsätze im übrigen Europa erreichten im Neunmonatszeitraum - ohne Berücksichtigung von (positiven) Währungskurseffekten - fast das Vorjahresniveau (minus 1,1 Prozent).

Die Hornbach-Gruppe hat in den ersten drei Quartalen die Investitionen im Zuge der Expansion im Vergleich zum Vorjahr von 78 Millionen Euro auf 121 Millionen Euro erhöht. Dank der positiven Geschäftsentwicklung konnte die Eigenkapitalquote noch weiter verbessert werden.

"Wir erwarten weiterhin, dass die Umsätze der Hornbach Holding AG im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen und das Betriebsergebnis (EBIT) über dem Vorjahreswert in Höhe von 159,1 Millionen Euro liegen wird", bestätigte Konzernchef Albrecht Hornbach die bisherige Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2011/2012.

Damit mutet Hornbach wie der Gegenentwurf zum Wettbewerber Praktiker an, der in schweren finanziellen Turbulenzen steckt.