Es ist vielleicht die einzige gute Nachricht, die die Prognose von eMarketer für den stationären Handel hat. Bis 2018 wird sich das Wachstum des E-Commerce in Deutschland auf rund 8 Prozent abschwächen. Die schlechte: Bis dahin hat der Onlinehandel immer mehr Marktanteile erobert und kratzt an der Marke von 100 Milliarden Dollar Umsatz.

Wer auf die Zahlen von eMarketer schaut, der wird beim Vergleich mit manch einer Verbandsprognose vielleicht ein wenig verwundert sein. Doch die Prognostiker schauen, anders als hiesige Prognosen, die beispielsweise den Lebensmittel-Einzelhandel ausklammern,  auf den gesamten Retail-Markt, haben in ihrer Rechnung lediglich Reisen und Tickets nicht berücksichtigt.



Bis einschließlich 2017 geht eMarketer von einem zweistelligen Wachstum aus. Dann liegt der Markanteil insgesamt bereits über 10 Prozent. Da in die Gesamtkalkulation auch digital eher schwach nachgefragte Branchen einfließen, dürfte in einigen Segmenten der Online-Anteil bereits eine dramatische Größenordnung erreichen. Dramatisch genug, um den erwarteten Flächenschwund zu forcieren.



Auch von dem einstelligen Wachstum in 2018 sollte man sich nicht einlullen lassen. Der klassische Handel, er wäre all die Jahre ja schon froh, wenn er wenigstens die "1"vor dem Komma hinbekommen würde.

Grafik erstellt mit Hilfe von Datawrapper