Der kleine Discounter Netto Stavenhagen will sich klarer von der gleichnamigen Edeka-Tochter unterscheiden. Dafür wird kräftig investiert, sagt Geschäftsführer Paul Berg zu Der Handel.

Sie sind ein deutsch-deutsches Relikt, ihre Existenzberechtigung ist sogar im Einigungsvertrag  beider deutscher Staaten festgeschrieben: Der so genannte kleine Netto hat jetzt seine überwiegend in den neuen Bundesländern gelegenen 350 Märkte  aufgehübscht, mit erweiterten Kühlflächen, mehr Frische und vor allem mehr regionalen Produkten im Sortiment. 

Allein bis 2018 sollen 45 Millionen Euro in die Filialen fließen, sagt Geschäftsführer Paul Berg zu Der Handel. Ziel ist eine Differenzierung gegenüber dem gleichnamigen Wettbewerber, der Edeka-Tochter Netto.

Regional und doch billiger

Die Netto ApS & Co. KG in Stavenhagen hat nämlich trotz häufiger Verwechselungen gar nichts mit der Discountsparte der Edeka zu tun, sondern gehört zum dänischen Supermarkt-Imperium Dansk Supermarket. Doch auch die Stavenhagener definieren sich als Discounter, möglichst sogar als der günstigste. "Mehr Netto" lautet deshalb die neue Devise. Die Aktionsfläche für Sonderangebote sei  im Durchschnitt  größer als beim Wettbewerb, angeboten werden fast ständig etwa 200 Aktionsartikel, erläutert Berg.

Zugleich positioniert sich der Händler als regional verwurzelter Discounter. Rund 30 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen laut Geschäftsführer Berg mit regionalen Produkten. Hinzu kommen zahlreiche lokale Bäcker und Fleischer im Vorkassenbereich der Filialen. Selbst Wasser stammt aus der jeweiligen Region. Netto-Chef Berg begründet dies mit den kurzen Lieferwegen.