Mit dem Superb schickt Skoda den dritten Kombi in neuer Fassung auf die Straßen. Das Kofferraumvolumen ist konkurrenzlos.

Den Privatkundenmarkt hat Skoda bereits durcheinandergewirbelt und sich in der Spitzengruppe der deutschen Zulassungsstatistik fest etabliert. Jetzt nimmt die tschechische Volkswagentochter auch die Firmenfuhrparks verstärkt ins Visier, um sich ein zweites, sicheres Standbein zu schaffen. Schließlich steigen die gewerblichen Fahrzeugneuanmeldungen in Deutschland nach den Zahlen der Marktforscher von Dataforce kontinuierlich, zuletzt im Monat Juni auf den Rekordwert von 75.170 Einheiten (plus 15,9 Prozent). Dagegen halten sich private Automobilkäufer mehr und mehr zurück.

Neben dem Octavia Combi als Speerspitze für den Außendienst und dem Fabia Combi als preisgünstigem Einsteigermodell für Kleintransporteure werden ab 26. September nun auch die höheren Dienstgrade beim Importeur Nummer eins fündig. Der neue Superb Combi erfüllt alle Voraussetzungen an einen langstreckentauglichen Dienstwagen - und das mit einem konkurrenzlosen Raumangebot.

80 Prozent der Superb-Zulassungen gehen in die Flotten

"Schon bislang gingen 80 Prozent aller Superb-Anmeldungen in die relevante Flotte. Dieser hohe Anteil könnte mit dem neuen Combi sogar noch ein wenig steigen", erwartet Unternehmenssprecher Christof Birringer und verrät noch eine eindeutige Zahl: "Beim Superb beträgt der Kombi-Anteil 90 Prozent." Daran dürften auch die Vorschusslorbeeren wenig ändern, die die erst vor wenigen Wochen eingeführte neue Limousine (siehe Der Handel 5/2015) erhalten hat. Hierzulande ist praktisch ausschließlich der Kombi gefragt, während weltweit der Anteil bei lediglich 35 Prozent liegt.

Der 4,86 Meter lange Neuling auf den Firmenparkplätzen schlägt die Konkurrenz vor allem mit den nackten Fakten: 660 bis 1.950 Liter Kofferraumvolumen sind nicht nur Klassen-, sondern gar Branchenrekord. Keiner bietet mehr, schon gar nicht in dieser Preiskategorie. Beim maximalen Fassungsvermögen kann allenfalls noch das T-Modell der E-Klasse von Mercedes-Benz mithalten. Doch nicht nur Musterkoffer reisen im Superb erster Klasse, sondern auch die Menschen auf der Rückbank, die, wie allerdings schon beim Vorgänger, eine gleichfalls konkurrenzlose Beinfreiheit genießen.

Praktische Alltagshilfen

Es versteht sich fast von selbst, dass die Konstrukteure in Mlada Boleslav auch bei diesem Modell wieder jede Menge praktischer Alltagshilfen eingebaut haben. So lässt sich die Heckklappe nicht nur per Fernbedienung, sondern auch durch einen Fußschwenk unter dem Stoßfänger öffnen. Die Rücksitzlehnen legen sich auf Knopfdruck vom Heck aus flach und für das Ladegut stehen reichlich Ablagen und Sicherungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Heck ist eine LED-Taschenlampe ebenso griffbereit, wie die Regenschirme in der Innenverkleidung der Vordertüren. Und der Tablett-Computer findet seinen sicheren Platz in der Staubox zwischen den Frontsitzen.

Zielgruppengerecht, bietet der Hersteller drei Dieselvarianten mit 88 kW/120 PS, 110 kW/150 PS und 140 kW/190 PS an, wobei das kleinere 1,6-Liter-Aggregat lediglich mit Fünfgang-Schaltung bestellbar ist, während die beiden 2,0-Liter entweder mit sechs Fahrstufen oder wahlweise mit Doppelkupplungsgetriebe (exakt 2.000 Euro Aufschlag) geordert werden können.

Preisliste startet bei 25.590 Euro

Der Einstiegspreis liegt bei 25.590 Euro für den 1,4-Liter-Benziner (92 kW/125 PS), lässt sich aber mühelos verdoppeln, wenn man den Top-Diesel in der höchsten Ausstattungsstufe "Laurin&Klement" wählt und dazu noch einige Kreuzchen in der mit praktisch allen Assisstenzsystemen und Komfortoptionen des VW-Konzerns gespickten Sonderausstattungsliste setzt. Der stärkste Selbstzünder ist in der Ausstattungslinie "Style" auch mit Allradantrieb (40.050 Euro) kombinierbar. Dann erhöht sich die Anhängelast von 2.000 auf 2.200 Kilogramm.

Bernd Nusser