Im September kommt der neue 10-Euro-Schein heraus. Die EZB hat ihn heute der Öffentlichkeit vorgestellt. derhandel.de zeigt, wie man Falschgeld schnell und einfach erkennt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am heutigen Montag den zweiten Schein aus der neuen Europa-Serie in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie der bisherige 10-Euro-Schein ist die neue Note rot. Als Wasserzeichen trägt er das Portrait der Göttin Europa.

Auch im Hologrammstreifen taucht das Antlitz der Europa neben der Wertzahl und dem charakteristischen Bauwerk auf. Wie die Fünf-Euro-Banknote, die seit Mai 2013 ausgegeben wird, hat der "Zehner" die Smaragdzahl auf der Vorderseite. Sie verändert ihre Farbe, je nach Blickwinkel, von smaragdgrün nach tiefblau. Ein neues Sicherheitsmerkmal ist ein Relief an beiden Seiten der Banknote.

Der Euro gilt als relativ fälschungssichere Währung. Dennoch waren im 2. Halbjahr 2013 19.350 falsche Banknoten in Deutschland im Umlauf, wie der Bundesverband der Deutschen Banken (BdB) mitteilt. Die neue Europa-Serie ist zusätzlich mit einer Lackierung versehen, die die Scheine noch haltbarer macht. Und: sie hat noch mehr Sicherheitsmerkmale. So soll es Fälschern schwerer gemacht werden, die Scheine nachzumachen.

So erkennen Sie falsche Banknoten: "Sehen Fühlen, Kippen"

Wie man eine gefälschte Banknote erkennt, dazu gibt der BdB folgende Tipps: Am besten wendet man das Prinzip „Sehen, Fühlen, Kippen" an. Erhält man einen Euro-Schein, sollte man ihn sich genau ansehen. Fälscher konzentrieren sich meist auf ein oder zwei Sicherheitsmerkmale.

Deshalb macht es Sinn, mehrere Merkmale zu überprüfen. Im Gegenlicht sollte das Wasserzeichen zu sehen sein und der Sicherheitsfaden. Beim "Fühlen" sollte man auf das Relief der EZB-Abkürzungen achten, sie sind leicht erhaben (bei der ersten Serie sind es fünf Abkürzungen, bei der Europa-Serie neun). Schließlich kann man feststellen, ob das Hologramm vorhanden ist, wenn man den Schein kippt - oder bei den neuen Scheinen ein Lichtstrahl die Smaragdzahl entlang wandert.

Wer sich unsicher ist, ob eine Banknote echt oder gefälscht ist, der sollte unbedingt zur Hausbank geben und nachfragen. Wem eine falsche Banknote in die Hände kommt, sollte sofort die Polizei verständigen. Auf keinen Fall darf das Falschgeld weitergegeben werden. Wer dies tut, macht sich strafbar. Wichtig: Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Anfassen kann man den neuen Zehner erst ab dem 23. September 2014, wenn der überarbeitete Schein in den Umlauf gebracht wird. Die "alten" Banknoten werden zwar nach und nach aus dem Verkehr gezogen, behalten aber weiter ihre Gültigkeit.

Informationsmaterial der EZB zur Euro-Serie gibt es hier.