Zentralisierter Onlineshop statt Mehrhändler-Plattform: Mit einem überarbeiteten Geschäftsmodell startet quelle.de wieder neu. Der Fokus bleibt auf den Sortimenten Technik und Wohnen.

Wer versandkostenfrei bei quelle.de bestellen möchte, muss beim Onlineanbieter mindestens 75 Euro ausgeben. Das zeigt bereits die Ausrichtung des überarbeiteten Web-Oldies, der an diesem Donnerstag neu gestartet wird: Vor allem höherwertige Ware aus dem Bereichen Technik, Möbel, Freizeit und Heimwerken soll hier verkauft werden.

Die Domain hat bereits einige Wiederbelebungsversuche hinter sich: Nach der Pleite des Fürther Großversenders Quelle dümpelte die Website vor sich hin, die Rechte wurden schließlich vom Wettbewerber Otto gekauft.

Die Hamburger gestalteten quelle.de als Marktplatz mit den unterschiedlichsten Händlern - und mussten feststellen, dass die Ausstrahlung der Traditionsmarke wohl nicht ganz so stark ist wie erhofft. Im Juni 2012 wurde das Sortiment um Bekleidung und Accessoires ergänzt  - eine Maßnahme, die offenbar nicht den ersehnten Erfolg brachte.

Konzernsynergien statt Handelspartner

Nach der neuerlichen Neuausrichtung setzt der Onlineshop quelle.de nun auf Synergien innerhalb des Otto-Konzerns. So sollen die Shop- und Warensysteme, die Vertriebsstruktur, das Category Management sowie die gesamte Logistik über Unternehmen der Otto Group laufen.

Rund 300.000 Produkte stehen auf quelle.de nun zur Auswahl, sie speisen sich jedoch ausschließlich aus dem Angebot der deutschen, österreichischen und schweizerischen Unternehmen der Otto Group. Die Zentrale von quelle.de ist seit Anfang des Jahres in Burgkunstadt angesiedelt, wo auch die Baur-Gruppe beheimatet ist. Diese Otto-Tochter soll das neue Handelskonzept von quelle.de steuern.

Die "vertriebliche Marktbearbeitung" ist in den Händen von Unito, einer Tochtergesellschaft der deutschen Baur-Gruppe, die die Marke Quelle seit 2010 in der Schweiz und seit 2011 in Österreich betreut.