Der Call-to-action soll möglichst einfach und deskriptiv sein, sagt das Usability-Lehrbuch. Warum eigentlich, fragt der Optimierer? So lange der Button deutlich als nächster logischer Schritt für den User erkennbar ist, könnte man auch mal ein Experiment wagen.


Mohita Nagpal, Bloggerin bei Visual Website Optimizer, zeigte in einem Post im Februar eine Handvoll spannender Call-to-actions für Onlineshops und zur Leadgenerierung. Wir haben noch vier sinnvolle Beispiele ergänzt. Es gibt keine Gewähr auf Erfolg, aber einen kleinen A/B-Test ist das allemal wert.

Die rhetorische Frage

Quicksprout bietet einen Leitfaden zur Erzeugung von mehr Traffic für die Website zum Download an. Die einfache Frage, die der Nutzer zu beantworten hat, ist über beide Buttons (Bestätigen/Abbrechen) hinweg formuliert: Willst Du mehr Traffic, oder nicht. Wer würde dazu schon nein sagen?

Das kommt mir bekannt vor

Das Beispiel von Al Carlton kann nicht oft genug Erwähnung finden, es ist nämlich ziemlich simpel und einleuchtend. Carlton änderte die grafische Darstellung so, dass der Bestellknopf genauso aussieht, wie der von Amazon und den kennt jeder. Vielleicht schwappt etwas Vertrauen über.

Da kann man doch nichts falsch machen

Die redaktionelle Website Cracked wirbt für die Weiterleitung auf Social Media mit der ganz ehrlichen Frage, wie ein solcher Like dem Leser schaden könnte. Gar nicht, lautet die Antwort. Eine Lektion für die Kundenkommunikation auf Augenhöhe.

So geht’s wirklich

Der Webservice Crazy Egg verwendet eben nicht einen neutralen Call to action wie „Test this“ oder „Free Trial“ sondern wird hinlänglich konkret. Der Button wirkt als Aufforderung des Users an die Website: „Zeig mir, wie es geht“.  

 

Kaufen ist Emotion

Beauty24.de arbeitet mit einem einfachen, aber simplen Kniff im Kaufknopf. Der Kauf wird nicht als mechanisches Ereignis sondern als Willensäußerung begriffen. Das steht durchaus im Einklang mit den sechs Neuro-Prinzipien von Cialdini.

Jetzt oder nie

Mit dem schlechten Gewissen des Nutzers spielt BounceExchange. Die Alternativen auf den beiden Buttons lauten „Sooner“ und „Later“ und die dahinter stehende Frage lautet: Wann möchtest Du lieber die Conversion verbessern? 

Besser geht’s nicht

Na ja, man kann nicht sagen, dass die StartUpBros kein Selbstbewusstsein hätten. Ihr Button zur Newsletteranmeldung ist schlicht der Beste, den man jemals geklickt hat.

Schmeicheleinheiten

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Heiß, aber nicht gefährlich

Wenn Marken direkt an den Endkunden verkaufen, stellt letzterer die implizite Frage, ob sie diese ihnen ungewohnte Rolle überhaupt ausfüllen können. Feuerzeughersteller Zippo beantwortet das direkt im Kaufknopf, der mit einem TrustedShops-Siegel vertrauenswürdig geschmückt wird.

Und es funktioniert sogar

Eines der wichtigsten Designgesetze ist das Gesetz der Nähe. Will man die Aufmerksamkeit des Nutzers auf etwas lenken, sollte dies ganz in der Nähe von der Stelle passieren, wo der User gerade hinschaut. Und so hat sich Schmuckhändler ZouZou gedacht, wir platzieren die Statusmeldung über das erfolgreiche Hinzufügen zum Warenkorb einfach im Bestellknopf.