Nach einem Jahr Greencard ziehen die Unternehmen der Initiative D21 ein positives Fazit. Kenntnisse der deutschen Sprache seien für die Auswahl und den Erfolg der "Greencardler" entscheidend.

Nach einem Jahr Greencard ziehen die Unternehmen des Verbands Initiative D21 ein positives Fazit. Als einen der wichtigsten Vorteile der Greencard-Regelung nannten die Firmen in einer Umfrage den schnelleren und unbürokratischeren Ablauf bei der Anstellung nicht-europäischer IT-Fachkräfte. Kenntnisse der deutschen Sprache seien für die Auswahl und den Erfolg der "Greencardler" allerdings entscheidend.

Die befragten Unternehmen bezeichnen die Sprachbarriere als größtes Hindernis bei der Einstellung von ausländischen Fachkräften. Weder im Unternehmen noch im Gespräch mit Kunden könne in Deutschland ausschließlich Englisch eingesetzt werden. "Nur in Bereichen, wo es um reine Soft- oder Hardware-Entwicklung geht, kann man ganz ohne Deutsch auskommen", erklärt D21-Sprecher Norbert Eder. Die große Mehrheit der Jobs in der IT-Entwicklung komme jedoch nicht ohne Kundenkontakt aus. Mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache machten den Greencardlern auch außerhalb der beruflichen Tätigkeit zu schaffen. Einfacher hätten es hier Experten aus Osteuropa, die teilweise mit Deutsch in der Schule aufgewachsen seien.

Die D21-Unternehmen fordern zudem eine weitere Vereinfachung des Einstellungsprozesses. Dies sei durch eine höhere Anzahl kompetenter Ansprechpartner in den Arbeitsämtern zu erreichen. Auch wirke die Regelung, dass Ehepartner erst nach einem Jahr Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürften, abschreckend.

Die Greencard wurde von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 entwickelt. Dem Verband gehören über 300 Unternehmen an. Ziel der Initiative D21 ist es, in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen und die Chancen für Wachstum und Beschäftigung zu nutzen. (ST)


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