In dem Kampf um Karstadt hat nun die Deutsche Bank Unterstützung für den Investor Nicolas Berggruen signalisiert. Die Übernahme durch Berggruen sei "die sicherste Lösung", sagte ein Vorstandsmitglied.

"Wir werden die Lösung Berggruen weiterhin konstruktiv unterstützen, denn sie erscheint uns derzeit als die sicherste für Karstadt", sagte Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe).

"Uns geht es nur um eines, und zwar um die Sicherheit dieser Transaktion zugunsten von Karstadt", sagte Fitschen. Vieles spreche dafür, dass bei dem Treffen der Highstreet-Gläubiger am kommenden Donnerstag eine Einigung erzielt werde.

Wenn sich nicht alle Beteiligten mit Berggruen einigten, könnte die Gefahr wachsen, dass es nicht mehr zu einer für alle Seiten akzeptablen Lösung komme. Auch ein nachgebessertes Angebot des italienischen Warenhausbetreibers Maurizio Borletti würde daran voraussichtlich nichts ändern, sagte Fitschen.

Borletti und kein Ende

Die Deutsche Bank gehört zusammen mit Goldman Sachs zu den großen Partnern hinter dem Vermieter-Konsortium Highstreet. Nicolas Berggruen hatte das Kreditinstitut in einem Interview scharf kritisiert.

Der Italiener Borletti hatte am Freitag ein nachgebessertes Angebot für den Kauf von Karstadt vorgelegt. Nach Angaben eines Borletti-Sprechers ist das Angebot von 100 Millionen Euro in den Eckpunkten unverändert geblieben. Verändert worden seien lediglich einige technische Details.

Im Rennen um Karstadt hat der Investor Berggruen bereits Anfang Juni einen Kaufvertrag für die insolvente Warenhauskette unterzeichnet.

Damit der Kaufvertrag gültig wird, muss er sich jedoch bis zum Donnerstag kommender Woche mit dem Vermieter-Konsortium Highstreet über die von ihm geforderten Mietsenkungen für die Warenhäuser geeinigt haben.
dpa

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