Der Shoppingcenter-Spezialist Deutsche EuroShop AG hat Umsätze und Erträge im Krisenjahr 2009 gesteigert - und hebt die Prognose für 2010 an.

In den vorläufigen Zahlen zum Ergebnis 2009, die der börsennotierte Center-Spezialist Deutsche Euro AG an diesem Dienstag veröffentlichte, ist von einer Konsumkrise nichts zu bemerken: Der Umsatz stieg 2009 auf 127,6 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Flächenbereinigt stiegen die Erlöse des Unternehmens, dem 17 Shopping-Center in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn gehören, um zwei Prozent.

Operatives Ergebnis um 10 Prozent verbessert


Der Shoppingcenter-Investor erwartet auf Basis der vorläufigen Ergebnisse für 2009 und der Bewertung der Immobilien für das abgelaufene Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 ein Konzernergebnis von 33,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,94 Euro (2008: 2 Euro) .

"Die Gesellschaft beabsichtigt, der Hauptversammlung am 17. Juni 2010 für 2009 die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 1,05 Euro je Aktie vorzuschlagen", heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 110,7 Millionen Euro (2008: 98,1 Millionen Euro) lag das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) bei rund 54,9 Millionen Euro (2008: 49,9 Mio. Euro), was eine Steigerung von 10 Prozent bedeutet.

Prognose für 2010 angehoben

Für das Geschäftsjahr 2010 erhöht die Deutsche EuroShop unter Berücksichtigung der Akquisition des A10 Centers in Wilau bei Berlin ihre Prognose und erwartet einen Umsatz von 139 bis 142 Millionen Euro (bisher erwartet: 128 bis 131 Millionen Euro).

Analysten bewerten den Kauf des Centers als günstig. Die Ergebnisprognose (EBIT) hebt das Unternehmen von bislang 109 bis 112 Millionen Euro auf 118 bis 121 Millionen Euro.

Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 werden am 30. April 2010 im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Hamburg veröffentlicht. Die Otto-Familie, der auch der Centerbetreiber ECE gehört, hält 18 Prozent der Anteile an der Deutsche EuroShop AG.