Der Einkaufscenter-Betreiber Deutsche EuroShop möchte weitere Shoppingcenter kaufen. In Warenhäuser wie Karstadt würde das Unternehmen allerdings nicht investieren. 

Der Einkaufszentren-Investor Deutsche EuroShop ist offen für Zukäufe. Nach der Zurückhaltung der vergangenen Jahre haben die Hamburger zu Jahresbeginn das Einkaufszentrum A10 bei Berlin erworben und sind weiter interessiert an guten Angeboten. "Wir stellen fest, dass wieder mehr Einkaufszentren zum Kauf angeboten werden", sagte Finanzvorstand Olaf Borkers der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Deutsche Euroshop setzt auf Einkaufszentren mit vielen separaten Geschäften: "Der Erfolg von Warenhauskonzepten hinkt hinterher." Darum sind Kaufhäuser wie etwa von Karstadt für das Hamburger Unternehmen nicht von Interesse.
 
"Einkaufszentren sind heute attraktiver für die Menschen", sagte Borkers. "Das hat was mit Größe zu tun, mit Warenpräsentation, mit Komfort wie etwa nahen Parkplätzen." Die Deutsche Euroshop ist an 17 Einkaufszentren in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt.

Deutsche EuroShop rechnet auch 2011 mit Wachstum

"Nur wenn sich etwas anbietet, was rentabel ist und zum Portfolio passt, dann investieren wir", sagte Borkers. Die Deutsche Euroshop strebt jährlich Investitionen von etwa 200 Millionen Euro an. Zuletzt flossen diese aber vorwiegend in die Erweiterung bestehender Zentren oder in Anteilsaufstockungen.

Vor einigen Tagen hatten die Hamburger ihre Wachstumsprognose für 2011 bekanntgegeben. Demnach soll der Umsatz auf 149 bis 152 Millionen Euro steigen. Das wäre fast ein Fünftel mehr als 2009. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet das Unternehmen für 2011 mit einem Anstieg auf 127 bis 130 (2009: 110,7) Millionen Euro.

Im ersten Quartal stiegen die Erlöse vorläufigen Daten zufolge um rund neun Prozent auf 34,8 Millionen Euro, das Ebit legte von 27,1 auf 30,1 Millionen Euro zu.