Der Einzelhandel im Grenzgebiet zu Polen profitiert vom starken polnischen Zloty und von den hohen Benzinpreisen jenseits der Oder.

Nach einem Bericht des Senders NDR 1 Radio MV haben Discounter nahe der polnischen Grenze zurzeit erheblich mehr Kunden aus dem Nachbarland als in der Vergangenheit.

Im vergangenen Jahr gab es für einen Euro noch bis zu fünf Zloty, derzeit sind es noch etwas mehr als drei Zloty.

Vor allem hochwertige Lebensmittel sind in den deutschen Grenzorten inzwischen billiger als im Nachbarland. Deshalb zieht es immer mehr Polen in die deutschen Supermärkte.

Billiges Benzin zieht polnische Käufer an

Von der starken polnischen Währung profitieren nicht nur die Discounter, sondern auch kleinere Fachgeschäfte beispielsweise für Blumen und Gartenbedarf oder Schreibwaren.
 
Auch Tankstellen verzeichnen laut NDR 1 deutlich mehr Kunden. Benzin kostet in Stettin derzeit drei bis fünf Cent mehr als beispielsweise an der Tankstelle im Grenzort Löcknitz.

In Polen wird inzwischen heftig über Möglichkeiten zur Eindämmung der enormen Verteuerung der Lebenshaltungskosten diskutiert. Bisher habe die Regierungspartei Bürgerplattform allerdings staatliche Eingriffe in Wechselkurs und Preisgestaltung abgelehnt.