Kienbaum überprüfte im Rahmen einer neuen Studie die kommunalen Angebote durch die Brille eines Investors. Neben Berlin erhielten insgesamt 18 Städte die Schulnote "gut".

Die deutschen Städte liefern einen deutlich verbesserten Online-Auftritt ab. Das beste Internet-Angebot für potenzielle Investoren bietet Berlin. Die Website erreichte in der Neubewertung der Studie "Kommunale Wirtschaftsförderung deutscher Städte im Internet", angefertigt von der Kienbaum Management Consultants GmbH, 73 von 84 möglichen Punkten. Insgesamt erhielten neben Berlin 18 Städte die Schulnote "gut".

"Wir überprüfen die kommunalen Angebote durch die Brille eines Investors. Gegenüber dem Vorjahr haben alle Städte das Internet als Informations- und Marketinginstrument für die kommunale Wirtschaftsförderung weiterentwickelt und die von uns kritisierten Punkte stark verbessert", sagt Paul Kötter, Mitglied der Keinbaum-Geschäftsleitung.

Wie schon im Herbst 1999 wurden die Web-Auftritte der 50 größten deutschen Städte anhand identischer Erhebungskriterien überprüft. Bei einer Bewertung nach Schulnoten schneiden die Städte durchschnittlich mit einer 2,8 ab (1999: 4,0 / 2000: 3,2). Auffallend bei der Bewertung waren laut Studie die umfangreichen Verbesserungen bei der Attraktivität der Layouts. Auch die Dialogmöglichkeiten wurden erleichtert: So stieg etwa die Zahl der Websites mit Benennung konkreter Ansprechpartner von 38 auf 84%. Die Verbesserungen beim Layout gehen allerdings zum Teil auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit: Eine Vielzahl von "Baustellen" und toten Links erschweren die Suche nach Informationen.

Kritisch zu bewerten sind nach Ansicht der Kienbaum-Berater Informationsdefizite bei bedeutenden harten Standortfaktoren: Bei 38% der Städte fehlen Informationen zu Gewerbeflächen und -gebieten; lediglich 54% geben Informationen zum örtlichen Arbeitsmarkt und zur Qualifikation von Arbeitnehmern. Auch bei weichen Standortfaktoren sind weiterhin Defizite zu erkennen, etwa bei Einzelhandelskennzahlen (nur 26%) und Quadratmeterpreisen für Wohnungsmieten oder private Baugrundstücke.

Laut Studie gibt es auch in Sachen Internationalität Mängel: 40% der getesteten Web-Sites enthalten keine fremdsprachigen Angebote. "Trotz des positiven Gesamtergebnisses gibt es noch Nachholbedarf. Vollständige Informationen über die wichtigsten Standortfaktoren und zumindest englischsprachige Angebote sind Voraussetzungen, um der wachsenden Bedeutung des Internets als Instrument des Standortmarketings gerecht zu werden", sagt Paul Kötter. (ST)


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