Mit reichlich Venture Capital (VC) ausgestattet, schicken sich immer mehr deutsche Internet-Startups an, das europäische Ausland zu erobern. Hierbei räumen die Dotcom-Unternehmer der Gewinnung ausländischer Mitarbeiter aus dem jeweiligen Zielland die höchste Priorität ein.

Mit reichlich Venture Capital (VC) ausgestattet, schicken sich immer mehr deutsche Internet-Startups an, das europäische Ausland zu erobern. Hierbei räumen die Dotcom-Unternehmer der Gewinnung ausländischer Mitarbeiter aus dem jeweiligen Zielland die höchste Priorität ein. In welche Länder expandiert wird, entscheiden die Online-Firmen primär anhand der Internet-Penetration: Je mehr Internet-Anschlüsse pro Einwohner, desto eher wird das Land betreten. Die Konkurrenzsituation im Ausland spielt hingegen bei den Expansionsplänen kaum eine Rolle, solange die Wachstumsaussichten in der jeweiligen Branche gut sind.

Dies sind Schlüsselergebnisse der ersten Untersuchung zum Thema "Startup-Strategien zur Internationalisierung", die die VC-Gesellschaft IVC Venture Capital AG (Frankfurt am Main) durchgeführt hat.

Auf einer Prioritätenskala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) stellten die von IVC befragten Internet-Unternehmer die Anstellung von Online-Redakteuren, Marketing- und Vertriebsmitarbeitern aus dem jeweiligen Kulturkreis mit durchschnittlich 1,7 Punkten auf den ersten Platz. Für den Umgang mit internationalen Inhalten, von der Übertragung von Webseiten bis zur Beantwortung fremdsprachlicher E-Mails, wollen die Mehrzahl der von IVC kontaktierten Dotcom-Companies zudem Online-Übersetzungsdienste wie Global Words nutzen. Gleich danach kommt mit 1,8 Punkten die Etablierung einer eigenen Tochtergesellschaft im Ausland. Ebenso wichtig ist den expansionsfreudigen Startups die Kooperation mit externen Strategieberatern und Wirtschaftsprüfern, die in ein internationales Netzwerk eingebunden sind (1,8 Punkte auf der Prioritätenskala)

Eine mit durchschnittlich 2,1 Punkten hohe Bedeutung messen die deutschen Internet-Unternehmer auch den strategischen Allianzen im Ausland bei. Hingegen können das Finanzwesen (3,2 Punkte) und die Technik (3,0), aber auch die Administration (3,1) und das Design des Webauftritts (2,7) nach Einschätzung der Dotcom-Gründer ohne weiteres von der deutschen Zentrale aus gesteuert werden. Auch beim Marketing und beim Personalwesen räumen die deutschen Internet-Startups der Besetzung durch ausländische Manager nur die Prioritäten 2,6 bzw. 2,7 ein. Hierbei spielen Überlegungen zum Personalkostenniveau im Zielland mit 2,9 Punkten keine ausschlaggebende Rolle.

Hingegen messen die New Economy-Firmen dem schnellen und "sauberen" Markteintritt im Ausland eine vergleichsweise hohe Bedeutung zu. Der "first mover advantage", also der Vorteil durch das frühzeitige Betreten des Marktes, steht auf der Wichtigkeitsskala bei 2,1 Punkten. Ein Businessplan, der die Expansionsschritte in jedem neu zu erschließenden Land detailliert beschreibt, erhielt bei der Untersuchung 2,2 Punkte.

Das ist den deutschen Startups am wichtigsten bei der Expansion ins Ausland:
1. Online-Redakteure, Marketing- und Vertriebsmitarbeiter aus dem Zielland.
2. Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft im Ausland.
3. Hilfe durch Berater mit internationalem Netzwerk (Strategie, Wirtschaftsprüfer).
4. Hohe Internet-Penetration im Zielland und gute Wachstumsaussichten.
5. Etablierung strategischer Allianzen und Kooperationen im Zielland.
6. Schneller und strukturierter Markteintritt ("first mover advantage")
7. Überdurchschnittliche Gewinnaussichten durch Umsatzsteigerungen bei gleichzeitiger Kostendegression. (DS)


FIRMENPROFIL:

IVC Venture Capital AG ist eine der stärksten Risikokapitalgesellschaften für Internet-Unternehmen. Zum Portfolio gehören u.a. AutoScout24, Vidair, Webfair, Media Service Group, IntraWare, Portal AG, GetMobile, bflow*, StadtNet, gecco.net, Global Words, Suchtreffer, Vaybee, Virtualley, SymplOn, FarmPartner, Magazine Content, Hurra.de, global remote, meOme, snacker.de, Stars-up Media, Printium, Medienzentrum, ProfessionPark, ecapella, 360 Treasury Systems, flytxt und YoPASS. Neben Kapital stellt IVC den Beteiligungsfirmen ein umfangreiches Beratungs-, Service- und Kontaktnetz zur Verfügung. Dadurch können die Unternehmen erheblich schneller wachsen und erreichen frühzeitiger eine höhere Bewertung.
IVC ist der Initiator von VentureLab, der – nach eigenen Angaben – größten "Brutstätte für Internet-Startups" in Deutschland. Die Initiative wird vom Verband der deutschen Internet-Wirtschaft, dem Silicon City Club, der European Business School (ebs), der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) und der Universität Frankfurt (Lehrstuhl E-Commerce) gefördert.


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