Die Deutschen leisten sich auch in diesem Jahr mehr echten Schampus: Allein von Januar bis Oktober stieg der Absatz des edlen Schaumweins um 30 Prozent.   

So richtig überraschend ist es nicht: Sekt und Champagner haben zu Weihnachten und Silvester Hochsaison. Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte setzen in den fünf Wochen vor dem Jahreswechsel rund 23 Prozent der Menge des gesamten Jahres um – im Dezember 2009 waren das 64,8 Millionen Flaschen à 0,75 Liter, meldet das Marktforschungsunternehmen The Nielsen Company. Darunter waren rund 1,3 Millionen Flaschen Champagner.

Im Vergleich zum Jahreswechsel 2008 stieg die verkaufte Menge Sekt damit im vergangenen Jahr um 5 Prozent, bei Champagner sogar um gut 40 Prozent an. Zur schwungvollen Absatzentwicklung trugen demnach auch drastisch gesunkene Preise bei, denn der Durchschnittspreis ging zwischen Dezember 2008 und Dezember 2009 um rund drei Euro pro Champagner-Flasche auf 17,15 Euro zurück.

Prickelndes 2010

Im Jahr 2010 stiegen die Champagner-Absätze von Januar bis Oktober - bei einem weiter rückläufigen Durchschnittspreis von nunmehr 16,66 Euro - abermals um fast 30 Prozent, so dass die  Marktforscher mit einem weiteren Verkaufshoch zum Jahreswechsel rechnen. Dazu dürfte auch die im Jahresverlauf deutlich gestiegene Verbraucherstimmung beitragen – in der weltweiten Nielsen-Umfrage zum Verbrauchervertrauen stieg der Vertrauensindex für Deutschland im Jahresverlauf um 13 Punkte auf den höchsten Stand seit fünf Jahren.

Trotz aller Champagnerlaune verzeichnete demnach auch Sekt im Jahresverlauf 2010 – bereinigt um Silvester-Effekte – bei vergleichsweise stabilen Preisen ein Absatzplus von aktuell rund 3 Prozent.