Vor allem der stationäre Einzelhandel profitiert von der Freude der Deutschen, andere zu beschenken. Das beliebteste Präsent ist hier zu Lande der Blumenstrauß - außer an Weihnachten.

Die Deutschen haben Freude am Verschenken: Eine Studie der GfK im Auftrag der Messe Frankfurt fand heraus, dass die Verbraucher pro Person durchschnittlich 400 Euro im Jahr für Präsente ausgeben. 

Die gute Nachricht für Einzelhändler: Der stationäre Handel ist bei der Wahl der Einkaufsstätte immer noch die Nummer eins. Mehr als die Hälfte der Konsumenten kauft demnach die Geschenke lieber im Laden statt im Internet und legt Wert auf die persönliche Beratung der Verkäufer. 28,8 Prozent der Befragten kauft die Geschenke überwiegend in Geschäften, nur jeder Siebte kauft seine Geschenke ebenso häufig im Internet wie im Laden. Keiner der Befragten gab an, die Geschenke ausschließlich im Internet zu bestellen.

Blumen sind beliebt - nur nicht an Weihnachten

Die beliebtesten Anlässe, anderen etwas zu schenken, sind für 86 Prozent der Befragten Geburtstage und für 82 Prozent Weihnachten. Der große Favorit unter den Präsenten ist immer noch der Blumenstrauß: Zwei Drittel haben im vergangenen Jahr damit jemandem eine Freude machen wollen. Nur an Weihnachten haben die Blumenhändler das Nachsehen: Dann schenkt nicht einmal jeder zehnte Blumen. Stattdessen verschenkt jeder dritte Befragte an Weihnachten Kosmetikartikel und Parfüm.

38,5 Prozent verschenken zu den verschiedensten Anlässen gerne Bücher. Nahrungs- und Genussmittel werden von 39,4 Prozent als Präsent überreicht. Nicht so beliebt sind hingegen Elektronikprodukte: Unterhaltungselektronik empfinden lediglich 6 Prozent, Geräte für den Haushalt nur 4,4 Prozent der Konsumenten als geeignetes Geschenk. Die Hälfte der Befragten schenkt gerne Bargeld.

Typologie der Schenkenden

In der Studie wurden - basierend auf den Faktoren Alter, Einkommen, Geschlecht, Bildung sowie Wertevorstellungen und Lebensweisen - zudem verschiedene Konsumententypen unterschieden. So lässt sich der großzügige Schenker als jemand mit einer höheren Schulbildung charakterisieren, der ein hohes Einkommen zur Verfügung hat und zwischen 30 und 59 Jahren alt ist.

Senioren mit mittlerem Bildungsstand legen hingegen großen Wert auf Sparsamkeit und geben am wenigstens Geld für Geschenke aus, ebenso wie junge Leute, die auf der Suche nach materieller Unabhängigkeit sind. Anders liegt der Fall bei den Weihnachtsgeschenken: Je höher das Alter, desto mehr investieren die Befragten in Geschenke.

Sabine Brunnert