Die Preiskämpfe im Lebensmittelhandel sind nach dem Geschmack der Verbraucher: Für Ernährung wollen die Konsumenten immer weniger Geld ausgeben. Allerdings gibt es noch Qualitätskunden.

Die Deutschen geben immer weniger für Ernährung aus: Nach Einschätzung der GfK kauft mittlerweile fast die Hälfte der Bevölkerung Lebensmittel und Getränke so preisgünstig wie möglich ein. 

Laut der Nürnberger Konsumforscher dürfte auch in diesem Jahr die Zahl der Menschen, die sich immer weniger leisten können und auch bei Lebensmitteln sehr auf den Preis achten müssen, noch mal zunehmen.

Auch die Gesamtausgaben für Nahrungsmittel und Getränke gingen im Krisenjahr 2009 zurück. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren es im vergangenen Jahr nur noch 193 Milliarden, nach rund 195 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Verbraucher knausern nicht bei Öko-Ware

Für Martin Rücker, Sprecher der Verbraucherorganisation Foodwach, gibt es aber durchaus Konsumenten, die weiterhin bereit sind, für gute Lebensmittelqualität tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Das zeige beispielsweise die Entwicklung auf dem Biomarkt. Zwar stagniere dieser insgesamt. Doch Rückgänge verzeichneten vor allem die Bio-Angebote der Discounter, der Absatz von klassischen Bioprodukten mit anerkanntem Gütesiegel laufe hingegen weiter gut.

Dass die Discounter trotz niedriger Preise gute Qualität anbieten, zeigt eine Untersuchung des Magazins "Ökotest": Ende Februar diesen Jahres hatte die Verbraucherzeitschrift die Qualität der Bio-Produkte von Discountern positiv bewertet.