Die steigenden Kosten für Lebensmittel und Energie haben Spuren hinterlassen: Eine Nielsen- Umfrage zeigt, zu welchen Sparmaßnahmen die Kunden in der Rezession greifen.

Die Deutschen wissen ziemlich genau, welche Konsequenzen sie in der Rezession ziehen, um ihr persönliches Budget einzuhalten: Der Einkauf günstigerer Lebensmittel steht bei 62 Prozent der Befragten auf der Liste der Sparmaßnahmen. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich weit über dem Durchschnitt von 36 Prozent.

Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Online-Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Nielsen im Herbst 2008 unter mehr als 26.000 Internetnutzern in 52 Ländern durchgeführt hat.

Mehr Deutsche wollen sparen

Jeder Zweite gab in der weltweiten Umfrage an, bei den Ausgaben für Gas und Strom sowie für Kleidung sparen zu wollen. Auch bei den Deutschen stehen Einsparungen bei Gas und Strom mit 58 Prozent hoch im Kurs.

Die steigenden Preise für Lebensmittel und Energie, die Finanzkrise und die Rezession haben ihre Spuren hinterlassen: Bei einer entsprechenden Umfrage im Herbst 2005 planten nur 26 Prozent der Deutschen Einsparungen beim Lebensmittelkauf. Einsparungen bei Strom und Gas sahen damals aber schon 38 Prozent der Befragten in Deutschland vor.

Deutsche sparen an der Imbissbude

Auch für Take-Away- Mahlzeiten möchte der Nielsen-Umfrage zufolge mehr als die Hälfte der Deutschen weniger Geld ausgeben. An vierter und fünfter Stelle auf den persönlichen Sparlisten stehen die Ausgaben für Kleidung (49 Prozent) sowie die Verschiebung von Ersatzinvestitionen im Haushalt (46 Prozent).

45 Prozent der Befragten in Deutschland geben darüber hinaus an, weniger Auto fahren zu wollen. Einsparungen bei Reisen stehen auf 42 Prozent der Sparlisten.

Zum Zeitpunkt der Befragung im Herbst 2008 rechneten 40 Prozent der Deutschen damit, dass sich ihre persönliche Finanzlage in den folgenden zwölf Monaten positiv darstellen werde. 15 Prozent gingen von einer schlechten persönlichen Finanzlage aus.