Das Internet wird auch im Pharmahandel immer bedeutender: Mehr als die Hälfte der Verbraucher haben Arzneimittel schon einmal online geordert, zeigt eine neue Studie.

Der Anteil der Deutschen Verbraucher, die schon einmal über das Internet Arzneimittel bestellt haben, ist 2010 auf 60 Prozent gestiegen. Der Anteil derer, die sogar häufiger Arzneimittel im Internet bestellen, liegt inzwischen bei einem Viertel. So lautet das Ergebnis der aktuelle Studie "OTC-Survey" des Marktforschers Nielsen.

Drei Viertel der von Nielsen befragten Verbraucher schätzen das Internet zudem als objektive und unabhängige Informationsquelle zu Gesundheitsthemen. Positiv beurteilen die Verbraucher, die bereits Erfahrung mit dem Kauf von Arzneimitteln über das Internet haben, insbesondere die bequeme Bestellmöglichkeit, die günstigen Preise und die zuverlässige und schnelle Lieferung.

Fehlende Beratungsmöglichkeit als Hindernis

Mehr als die Hälfte derjenigen, die noch nie ein Produkt über das Internet bestellt haben, gab als Grund dafür die fehlende Beratungsmöglichkeit an (55 Prozent).

Generell vertrauen gut 70 Prozent der Befragten dem Arztgespräch als Informationsquelle, mit weitem Abstand gefolgt von der Empfehlung des Apothekers (9 Prozent). Das Internet liegt in diesem Ranking auf Platz drei, vor den Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Das geringste Vertrauen bringen die Befragten dem Fernsehen sowie Zeitungen und Zeitschriften entgegen.

Am häufigsten werden im Internet Informationen zu Krankheitsverläufen und klassischen Behandlungsmethoden gesucht, gefolgt von den Preisen für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte.

Hier nutzen mittlerweile fast zwei Drittel der Befragten Onlinelexika und die Hälfte Foren, um sich über gesundheitsrelevante Themen zu informieren.