Der Markt für Unterhaltungselektronik wuchs 2008 um 1,7 Prozent. Erstmals wurden auch mehr als sieben Millionen Fernseher verkauft.

Seit fünf Jahren in Folge weist der Markt für "Consumer Electronics-Produkte" (CE) in Deutschland ein Wachstum auf. Selbst im letzten Quartal 2008, zu Beginn der Finanzkrise, blieb der Markt für Unterhaltungselektronik erfolgreich und erzielte ein Umsatzwachstum: Für das Gesamtjahr wurde so ein Umsatzanstieg um 1,7 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro erreicht, meldet die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik (gfu).

Damit konnte die außergewöhnlich positive Entwicklung der Vorjahre fortgeschrieben werden.  "Mit der Entwicklung ständig neuer Produkte, die vielseitige Nutzungs-, Vernetzungs- und Kombinationsmöglichkeiten bieten, schaffen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marktentwicklung. Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um 55 Prozent gewachsen. Mit einem Wachstum von 60 Prozent trägt die klassische Unterhaltungselektronik dazu maßgeblich bei", erläuterte Dr. Rainer Hecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gfu.

"Basis für die positive Marktentwicklung ist die Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die auch 2008 vorangetrieben wurde. Wie in den Vorjahren gehörten auch 2008 hoch auflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten", bilanzierte Hecker.
 

Sport belebt das Geschäft

Die Sportereignisse im vergangenen Jahr (Fußball-Europameisterschaft, Olympische Sommerspiele) hätten vor allem in den ersten neun Monaten für eine Geschäftsbelebung gesorgt. Nicht zuletzt habe auch das unerwartet erfolgreiche Weihnachtsgeschäft zum Gesamtwachstum beigetragen: "Die Finanzkrise hatte den Konsumenten in Deutschland Ende des Jahres noch nicht erreicht", sagte Hecker. 

Größten Anteil am Erfolg hatten 2008 Fernseher mit LC- und Plasma-Display, die den Markt dominieren. Mobile Geräte für portable Navigation, digitale Audio- und Videoplayer, digitale Kameras, Notebooks und Spielekonsolen verzeichneten Absatz- und vielfach auch Umsatzsteigerungen, zum Teil im zweistelligen Bereich.

Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2008 in Deutschland 83 Prozent - 5,9 Millionen Stück - auf LCD-TVs und 14 Prozent (0,7 Millionen Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2008 in Deutschland knapp 7,5 Millionen Fernsehgeräte verkauft, inklusive Projektions-TV, mobile TV-Empfänger und Röhrengeräte - ein Plus von 25 Prozent oder 1,5 Millionen Stück mehr als im Vorjahr.

Diese Stückzahlen stellen einen neuen Absatzrekord in Deutschland auf. Auch der Umsatz mit TV-Geräten ist 2008 mit 5,7 Milliarden Euro (+21 Prozent) auf bislang höchstem Niveau.