Der Absatz von Champagner und Luxuswein geht weiter zurück - stattdessen geben die Verbraucher mehr Geld für Wein aus. Der Umsatz beim Weinhändler Hawesko stagnierte 2009.

Der deutsche Weinmarkt ist von der Wirtschaftskrise fast nicht betroffen. Nur im Luxusbereich, bei hochpreisigen Bordeaux-Weinen und Champagner, hat der größte deutsche Weinhändler Hawesko im vergangenen Jahr spürbare Einbußen hinnehmen müssen.

"Der Verkauf von Spitzenweinen kam praktisch zum Erliegen", sagte Hawesko-Chef Alexander Margaritoff am Donnerstag in Hamburg.

Insgesamt ging der Pro-Kopf-Konsum um 1,5 Prozent zurück. Weil die Verbraucher aber etwas mehr für die Flasche Wein ausgegeben haben, wuchs der Weinmarkt dennoch um 1,2 Prozent.

Der Hawesko-Konzernumsatz stagnierte bei 339 Millionen Euro, der Jahresüberschuss verringerte sich von 14,6 auf 13,1 Millionen Euro.


Hawesko ist sowohl im Einzelhandel (Jacques' Wein-Depot) als auch im Großhandel und im Versandhandel aktiv. Vor allem im Internet sieht Margaritoff noch zusätzliches Potenzial.

Gegenwärtig kommen erst 20 Prozent der Bestellungen im Versandhandel über das Internet, doch dieser Anteil könne in den nächsten Jahren auf 40 oder 50 Prozent steigen.