Die Deutschen versenden weniger Blumen mit Fleurop. Die Umsätze bleiben dennoch stabil, betont das Unternehmen und kündigt der Internetkonkurrenz den Kampf mit modernen Methoden an.

Blumengrüße mit dem Fleurop-Versand haben in Deutschland etwas an Beliebtheit verloren. Rund 3,1 Millionen Blumensträuße im Wert von 66,2 Millionen Euro sind 2010 über das Floristennetz verschenkt worden, teilte die Fleurop AG am Freitag in Berlin mit.

Das entspricht 8.500 Lieferungen pro Tag. 2009 waren es noch 3,2 Millionen Sendungen für 67,8 Millionen Euro.

Der durchschnittliche Auftragswert sei um 2,4 Prozent auf 30,20 Euro gestiegen, sagte Fleurop-Vorstand Stefan Gegg.

Umsatz stabil, Ertrag gesteigert, App in Arbeit

Insgesamt sei der Umsatz stabil geblieben, fügte er hinzu, ohne eine Zahl zu nennen. Im klassischen Blumengrußgeschäft mit Privatkunden sei der Umsatz um 1,2 Prozent gesunken, im Geschäft mit Firmenkunden habe er sich dagegen um 11,8 Prozent erhöht.

Weil Kosten eingespart worden seien, habe sich das Betriebsergebnis vor Steuern deutlich von 335.000 Euro auf 905.000 Euro verbessert, sagte Gegg. Es ist das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Für diesen Herbst kündigte Gegg ein eigene App für die Bestellung per Smartphone an.

Der Blumendienst ist seit 1993 eine Aktiengesellschaft. Sie ist in der Hand der knapp 8.000 Fleurop-Floristen, die je eine Aktie halten. Pro Blumensendung gehen 35 Cent als Provision an die AG. Die Gesellschaft wurde 1908 vom Berliner Floristen Max Hübner als Blumenspenden-Vermittlungs-Vereinigung gegründet.

Seine Idee war es, nicht die Blumen zu verschicken, sondern die Aufträge für Blumengrüße an Floristen am Ort des Beschenkten zu vergeben. Inzwischen machen Internetversender wie Blume2000 den Blumenvermittlern Konkurrenz.

dpa, DH