Die Deutschen mögen Elektroautos. Allerdings stoßen sie sich an zwei Defiziten dieser Fahrzeuge: Technische Unzulänglichkeiten - und der hohe Preis. Ein deutscher Hersteller liegt vorn in der Gunst der Kunden.

Elektroautos finden immer mehr Akzeptanz. Für gut jeden zweiten Verbraucher kommt in den nächsten fünf Jahren der Kauf eines dieser Fahrzeuge zumindest in Frage, hat eine Umfrage des TÜV Rheinland ergeben.

Dabei haben die Befragten auch eine klare Vorstellung, von welchem Hersteller sie ein Elektroauto kaufen würden: Knapp jeder Vierte bevorzugt Volkswagen, gefolgt von Toyota mit 15 Prozent Präferenz sowie BMW, Mercedes und Opel mit jeweils rund acht Prozent.

"Die Entwicklung von Elektromobilität wird von den Deutschen positiv gesehen. Aber viele warten noch auf den Elektro-Golf", fasst Thomas Aubel, Bereichsvorstand Mobilität von TÜV Rheinland, die Ergebnisse zusammen.

Zwischen Umweltschutz und langer Lagedauer

Als positive Aspekte von Elektroautos sehen 36 Prozent der Befragten allgemein den Umweltschutz, 26 Prozent die Unabhängigkeit von der Ressource Öl und 22 Prozent geringere Betriebskosten.

Als Einschränkung bei der täglichen Nutzung von Elektroautos sehen derzeit 36 Prozent eine zu lange Ladedauer der Batterien, 29 Prozent die begrenzte Reichweite sowie 17 Prozent eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 120 Stundenkilometer.

Finanzielle Förderung

Die Studie zeigt nach Meinung des TÜV Rheinland, welche Probleme behoben werden müssen, um Elektroautos im Markt zu etablieren: Neben den technischen Fragen seien dies auch die Anschaffungskosten.

So glauben vier von fünf Befragten nicht daran, dass die Menschen in Deutschland bereit sind, aus Umweltgründen einen höheren Preis für ein Elektroauto zu zahlen. Entsprechend halten drei Viertel der Befragten eine finanzielle Förderung von Elektroautos bei der Markteinführung für sinnvoll.