Die soeben veröffentlichte Studie der Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton 'The worlds most effective policies for the E-Economy' identifiziert die USA, Kanada und Großbritannien als die Länder mit den besten Voraussetzungen für den E-Commerce. Deutschland habe zur Spitzengruppe aufgeschlossen.

Die soeben veröffentlichte Studie der Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton 'The worlds most effective policies for the E-Economy' identifiziert die USA, Kanada und Großbritannien als die Länder mit den besten Voraussetzungen für den E-Commerce. Deutschland habe mittlerweile einen sehr hohen Entwicklungsstand erreicht.

"In den meisten untersuchten Bereichen konnte Deutschland im internationalen Vergleich zur Spitzengruppe aufschließen. Hier macht sich das nachhaltige Engagement von Regierung und Wirtschaft bemerkbar", sagt Dr. Gerd Wittkemper, Geschäftsführer der internationalen Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton zu den Ergebnissen der Studie. Der für den E-Commerce-Beauftragten der britischen Regierung erstellte Bericht gibt einen umfangreichen Überblick über die Initiativen und Maßnahmen der Regierungen zur Förderung der E-Economy in neun weltweit führenden Ländern (G7-Staaten sowie Schweden und Australien). Es werden die jeweiligen Maßnahmen und Entwicklungen auf den Feldern Verbreitung, Nutzung und Auswirkungen der Online-Technologien umfassend untersucht. Unterschieden wird dabei zwischen Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung. Zudem beleuchten die Experten von Booz Allen Hamilton das Marktumfeld sowie die infrastrukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den neun Staaten

Aus deutscher Sicht haben sich folgende Kernpunkte hinsichtlich Rahmenbedingungen, Marktumfeld und Infrastruktur herauskristallisiert:

- Die Bundesrepublik habe europaweit den umsatzstärksten IT-Sektor (138 Mrd. Euro in 2001) und sehr gute infrastrukturelle Voraussetzungen für die E-Economy. Durch das als rasant bezeichnete DSL-Roll-Out sei Deutschland auch in puncto Breitband-Internet führend.
- Die rechtliche Rahmengestaltung sei rechtlich positiv. So habe Deutschland habe als erstes Land die letzte Meile entbündelt. Mit der RegTP (Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation) habe das Land einen durchsetzungsfähigen Wettbewerbshüter. Die Zugangspreise seien in den letzten Jahren deutlich gesunken und lägen international damit im Mittelfeld.

Was Zugangstechnologien und Nutzung und Auswirkungen der Online-Technologien angeht, hat die Studie folgende Erkenntnisse geliefert:

- Fast alle Betriebe seien mittlerweile am Netz: Mit über 90% angeschlossenen Unternehmen gehöre Deutschland zu den Top 3. Selbst unter den kleineren und mittelständischen Unternehmen seien bereits rund 80% angeschlossen. Dominierend seien die ISDN-Anschlüsse, Breitband nutzten erst ein Drittel der Unternehmen.Online-Ein- und -Verkauf seien schon weit fortgeschritten, eine Neuausrichtung der Geschäftsprozesse und des Service-Angebots stünde noch bevor.
- Im Privatbereich sei die Internet-Verbreitung rasant gestiegen. Deutsche und japanische Konsumenten gäben pro Kopf im Internet das meiste Geld aus. Gering sei die Verbreitung von Kreditkarten.
- Nicht vorhanden sei bisher ein einheitliches Bild von Online-Angebot und Nutzung im E-Government-Bereich. Dennoch wird in dem Bericht die Initiative BundOnline 2005 hervorgehoben. Die Projekte 'Internet für alle' bzw. MEDIA@Komm-Programm würden langfristig zur Beseitigung der so genannten digitalen Spaltung bzw. zur bürgerfreundlichen Weiterentwicklung von E-Government führen.

Aus internationaler Sicht haben sich folgende Kernaussagen treffen lassen:

- Die besten Rahmenbedingungen für E-Commerce bestünden in den USA, Kanada und Großbritannien.
- Am intensivsten an der Internetwirtschaft beteiligten sich die Bürger von Kanada, Schweden und den USA.
- Die Durchdringung und Benutzung von Online-Technologien im geschäftlichen Bereich sei in den USA, Schweden und Deutschland am stärksten entwickelt.
- Die stärkste Infrastruktur für E-Government seien durch entsprechende Initiativen in dne USA, Kanada und Australien geschaffen worden. (AP)


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