Am Rechner bezahlen die meisten Kunden am liebsten erst mal gar nicht, sondern warten auf die Ware. Paypal verliert zum ersten Mal Marktanteile.

Fast 29 Prozent der Online-Umsätze werden mit dem Kauf auf Rechnung erzielt. Damit baut diese Zahlungsart seine Marktführerschaft leicht aus, im Vorjahr waren es noch 28 Prozent.

Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie "Online-Payment 2016" des EHI-Retail Institutes. Deshalb bieten immer mehr Onlinehändler diese Zahlungsart an: Laut Umfrage waren es im vergangenen Jahr 66,4 Prozent der Top-1.000-Onlinehändler.

Zum ersten Mal Einbußen bei Paypal

Der Zahlungsdienstleister Paypal hingegen verzeichnet mit 19,6 Prozent zum ersten Mal leichte Einbußen, landet dennoch auf dem zweiten Platz. Ein Grund für den Rückgang: Shopbetreiber wie Marktführer Amazon bieten diese Zahlungsart nicht an. Ließe man Amazon außer Acht, würde der Marktanteil von Paypal auf 24,5 Prozent steigen.

Nicht mehr ganz so beliebt ist die Lastschriftzahlung: Lag der Umsatzanteil im Vorjahr noch bei 21,8 Prozent, entfielen nun nur noch 19,3 Prozent der Anteile auf diese Zahlungsart. Ohne die Marktanteile von Amazon wären es sogar nur noch 4,2 Prozent. Auch die Händler bieten das Verfahren weniger häufig an als im Vorjahr: Nur noch 35,6 Prozent der Top-1.000-Onlinehändler ermöglichen diese Option, ein Rückgang von 2,1 Prozentpunkten.

Die Deckelung der Kreditkarten-Gebühren zeigt auch im Onlinegeschäft Wirkung: An vierter Stelle liegt die Kreditkarte, mit einem Umsatzanteil von 12 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 10,8 Prozent Umsatzanteil. Offenbar ist diese Zahlungsart durch die gesunkenen Gebühren auch im E-Commerce attraktiver geworden.