Von einer Wirtschaftskrise kann im deutschen Einzelhandel nach wie vor nicht die Rede sein. Die Umsätze im April haben gegenüber dem Vormonat sogar leicht angezogen.

Nicht nur das Konsumklima auch die Umsätze erweisen sich in Deutschland als robust. Im Vergleich zum März ergab sich ein um Saison- und Kalendereffekte bereinigtes Umsatzplus von 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden nach vorläufigen Daten mitteilte. Zu konstanten Preisen hätte der Zuwachs 0,5 Prozent betragen.

Im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat ergab sich aber erneut ein Minus von nominal 0,9 Prozent.

Mode- und Schuhhandel mit guten Umsätzen

Der Branchenverband HDE zeigte sich zufrieden mit dem April-Ergebnis: "Dieser April straft alle Lügen, die behaupten, die Krise habe den Handel erreicht. Der Handel läuft weiterhin relativ stabil", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels , Hubertus Pellengahr, der Deutschen Presse- Agentur dpa. Bis zur Jahresmitte erwarte der Verband noch "relativ stabile Geschäfte".

Vergleichsweise gut liefen die Geschäfte der Textilien- und Schuhhändler. In den ersten vier Monaten des Jahres machten die Geschäfte über alle Branchen 2,4 Prozent weniger nominalen und realen Umsatz als 2008.

dpa, DH