Amazon ist der angesehenste Onlinehändler, hat das Institut für Handelsforschung in einer Kundenbefragung ermittelt. Otto schafft es nur auf Rang sieben - Quelle schneidet noch schlechter ab.

Platz eins für Amazon, nur Platz 14 für Quelle. Das ist die Erkenntnis der Oktoberstudie über das Image der deutschen Onlinehändler, die das E-Commerce-Center Handel am Kölner Institut für Handelsforschung erstellt hat. 1.000 repräsentative Kunden seien dafür befragt worden, teilt das Institut mit.

In der Notenskala 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) erzielt Amazon mit 4,42 den besten Wert der zwanzig umsatzstärksten deutschen Online-Händler. Auf Rang zwei kommt Tchibo (3,88). Dass das Musikhaus Thomann aus Burgebrach mit der Note 3,64 auf Platz drei klar besser abschneidet als große Universalhändler wie Otto (Platz sieben/Note 3,54) oder Neckermann (Platz zehn/Note 3,45), ist eine Überraschung.

Die Jugend findet Quelle nicht gut

Noch schlechter stuften die Kunden Quelle ein. Mit der Note 3,4 reichte es für das insolvente Traditionsunternehmen nur für Platz 14, obwohl der Versender im Hinblick auf die Reichweite laut Nielsen im August 2009 mit sechs Millionen Besuchern erneut Rang drei der Online-Shops belegte.

Klicken Sie hier für eine Bildergalerie zum Thema Quelle

Bei der Zielgruppe 60 Jahre und älter konnte Quelle noch einen guten Imagewert von 3,6 erreichen. Doch junge Leute im Alter unter zwanzig Jahren gaben dem Gesamteindruck des Versandhändlers nur die Note 3,2, schreibt das Institut für Handelsforschung.

Unsichere Zukunft

Das Überleben von Quelle wird indes immer unwahrscheinlicher. Das Unternehmen gehört zu Primondo, unter dessen Dach die Versandaktivitäten des insolventen Warenhaus- und Touristikkonzerns Arcandor-Konzerns gebündelt werden.