Das Versenden unerwünschter E-Mails (so genannter Spam-Mails) nimmt weiter dramatisch zu. Das ergab eine von Brightmail in Auftrag gegebene Studie bei Internet-Anwendern in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sich die Zahl der als Spam empfundenen Mails in den vergangenen 12 Monaten um 50% erhöht hat.

Das Versenden unerwünschter E-Mails (so genannter Spam-Mails) nimmt weiter dramatisch zu. Das ergab eine von Brightmail in Auftrag gegebene Studie bei Internet-Anwendern in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sich die Zahl der als Spam empfundenen Mails in den vergangenen 12 Monaten um 50% erhöht hat.

In den meisten Fällen handele es sich um Marketing-Angebote, fast ein Fünftel der nicht gewünschten Post enthalte pornographisches Material. Begeistert sind die Empfänger nicht gerade über die vollen Briefkästen: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sich von den E-Mails 'extrem gestört' zu fühlen. Vor allem die Mails mit pornographischen Inhalten will kaum einer haben: Über 60% der Interviewten erachteten diese Art der Zusendungen als 'sehr aufdringlich'. International ergeben sich hier Unterschiede: In Großbritannien finden über 80% derartige Post sehr bedenklich. Weniger Bedenken haben die Empfänger bei Marketing-Mails oder Angeboten wie 'Werden Sie in kürzester Zeit Millionär'. Nur knapp 20% fühlen sich bei solchen Zusendungen extrem gestört.

Zum Thema Verantwortlichkeit äußerten sich 50% Befragten dahingehend, dass die Internet-Provider für Schutz vor solchen Aktionen sorgen müssen. Ein relativ kleiner Anteil von 4% wünscht sich ein Einschreiten des Gesetzgebers. Brightmail ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von Anti-Spam-Technologie. Die Kalifornier bieten ein integriertes Lösungsangebot von Software und Dienstleistungen, welche die Handhabe mit Spam-Mails sicher machen sollen. Enrique Salem, CEO bei Brightmail, ist ebenfalls der Meinung, dass die Internet Provider reagieren müssen. Vor kurzem schloss das amerikanische Unternehmen daher auch eine strategische Partnerschaft mit Hotmail. Weltweit werden nun 110 Mio. Hotmail-Accounts werden im Rahmen dieser Partnerschaft mit Brightmails Anti-Spam-Technologie gefiltert.

Zwar hat das Europäische Parlament am 30. Mai dieses Jahres eine neue Direktive zum Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre verabschiedet. Francois Lavaste, Vice President Brightmail Europe, ist aber skeptisch, was die Lösung des Problems über die Direktive angeht: "Wir begrüßen die Entscheidung zwar insoweit, dass es für die Unternehmen klare Richtlinien gibt, wie sie vorzugehen haben. Indes geht die Entscheidung am eigentlichen Problem vorbei." Halten sich die Unternehmen an die Vorgabe, ließen sich lediglich 10% der Spam-Mails verhindern. Das Problem liege darin, dass die Mehrheit der Versender ihren Sitz im Ausland hätten, damit nur schwer ermittelbar seien und nicht der örtlichen Jurisdiktion unterlägen. (AP)


WEITERE INFORMATIONEN:

Brightmail Inc.
Linda Smith Munyan
E-Mail: linda@brightmail.com
Internet: www.brightmail.com