Wer Werbung mit bekannten Symbolen macht, kann Marken- oder Urheberrechtsprobleme bekommen. So wie jetzt der Modeunternehmer Friedrich Knapp, der sogar teuren Ärger mit Weltstars hat.

Eine herausgestreckte Zunge hat dem Textilhandelsunternehmen New Yorker Ärger mit den "Rolling Stones" gebracht. Die Rockband hat das in 38 Ländern vertretenen Modeunternehmen verklagt - Grund ist die Zunge.

Die Modekette habe die 150.000 Euro teure Kampagne bereits einstellen und alle 3.000 Plakate in 800 europäischen Filialen abhängen müssen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Das Braunschweiger Unternehmen bestätigte der dpa am Montag den Vorwurf wegen Markenrechtsverletzung, kündigte aber Widerstand an.

Wem gehört die Zunge?

Nach wie vor sehe New Yorker den Vorwurf nicht ein, teilte das Unternehmen mit. Vertreten werden die Stones laut New Yorker von den Rechtsanwälten der Amsterdamer Firma Musidor, die eine Verletzung des sogenannten "Tongue & Lips Logo" der Rolling Stones sehen.

"Die Zunge gehört nicht den Stones allein. Die Plakate hat unsere Kreativabteilung selber gemacht. Ich lasse mir von den Stones doch nicht meine Zunge verbieten", empörte sich Friedrich Knapp, Inhaber von New Yorker. Konkret gehe es um ein Sommerschluss-Werbeplakat. "Eine Frechheit die ganze Angelegenheit. Meine Anwälte sind bereits eingeschaltet", sagte Knapp.

Laut "Bild" muss der Modehändler an die Anwälte der Band 250.000 Euro zahlen. Hinzu kämen  20.000 Euro Vertragsstrafe. "Das ist doch der totale Irrsinn. Alleine der Druck hat mich 150.000 Euro gekostet", schimpfte Knapp.