Nach dem Weihnachtsfest erwarten die Händler den nächsten Ansturm: Jetzt werden Gutscheine eingelöst und Geschenke umgetauscht. Last-Minute-Käufer hatten vor Heiligabend noch einmal für gute Umsätze gesorgt.

Der deutsche Einzelhandel hofft auf gute Geschäfte nach Weihnachten. "Nach den Feiertagen gehen viele in die Geschäfte und lösen ihre Gutscheine und Bargeldgeschenke ein", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Kai Falk, auf dpa-Anfrage.

Das Weihnachtsgeschäft hatte erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Der vierte Adventssamstag sei der umsatzstärkste gewesen. Vor allem Lebensmittel standen dabei wie erwartet hoch im Kurs. 

Kurz vor dem Fest hätten viele Last-Minute-Käufer aber auch noch zu Haushaltsgeräten, Schmuck, Uhren oder Parfüm gegriffen. "Wintermode ist bei den milden Temperaturen dagegen etwas schlechter gelaufen", erläuterte der HDE-Geschäftsführer. Beliebt seien aber Porzellan, Tablet-PCs oder auch Sportartikel gewesen. 

SOS-Geschenke: Schlips, Socken, Parfüms

Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent. Dass es in diesem Jahr nur wenige Verkaufstage zwischen den Feiertagen gebe, müsse für den Handel nicht schlecht sein, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer im Handelsverband Berlin-Brandenburg, Günter Päts. "Viele Arbeitgeber haben deswegen ganz geschlossen, dadurch sind viele Kunden unterwegs."

Im Weihnachtsendspurt hätten in der Hauptstadt Berlin zuvor bereits viele Parfümerien einen Kundenansturm erlebt, sagte Päts. "Die SOS-Geschenke - Schlips, Socken, Parfüms - waren wie immer sehr beliebt." Im Elektronikbereich seien noch richtig große Geschenke über die Ladentische gegangen.