Stationärer Handel in der Krise? Das gilt offenbar nicht für die Center. Denn hier ist das Wachstumstempo so hoch wie lange nicht mehr. Offenbar wird die Branche auch beflügelt von ausländischen Marken, die nach Deutschland drängen.

Der deutsche Shoppingcenter-Markt entwickelt sich dynamisch. Zwölf neue Center wurden im vergangenen Jahr eröffnet, drei mehr als 2014 und fünf mehr als 2013. Zurzeit gibt es 475 großflächige Einkaufszentren in Deutschland. Die Gesamtfläche stieg um 340.000 Quadratmeter auf rund 15,2 Millionen Quadratmeter, heißt es im "EHI-Shopping-Center-Report 2016".

Zum neuen Tempo im Centermarkt gehören auch neue Marken. So sind Namen wie CCC, Fynch Hatton, Reserved, Sergent Major, Studioline Photography und Superdry in den neu eröffneten Centern bereits einige Male mit eigenen Läden vertreten und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich noch häufiger anzutreffen sein, schreibt das EHI Retail Institute.

Für ausländische Händler ist der deutsche Markt nach wie vor sehr attraktiv. Mit 21 Prozent sind internationale Labels aus Europa unter den expansiven Händlern stark vertreten.

Vero Moda/Jack & Jones sind am expansionsfreudigsten

Die aktuelle Tabelle der Shop-Labels in den neuen Centern zeigt die quantitative Verteilung. Angeführt wird die Liste laut EHI von Vero Moda/Jack & Jones mit neun Filialen, gefolgt von den bekannten Namen aus den Vorjahren, Bijou Brigitte, dm Drogeriemarkt, McPaper und Tom Tailor mit jeweils acht neuen Shops.

Weitere 23 Labels sind mit insgesamt fünf oder mehr Filialen vertreten. Im Vergleich dazu waren es 2014 bei neun neu eröffneten Centern 17 und 2013 bei sieben Neueröffnungen lediglich vier Shop-Labels mit dieser Filialanzahl.