Der Internetshopping Report 2001 ermittelte die schwersten Fehler, die Shops begehen können, um den Kunden die Lust am Online-Kauf zu rauben.

Der Internetshopping Report 2001 ermittelte die schwersten Fehler, die Shops begehen können, um den Kunden die Lust am Online-Kauf zu rauben. Dazu befragten das Marktforschungsunternehmen Infratest Burke und der Verlag Symposion Publishing insgesamt 10.809 Besucher von 16 Online-Shops, um deren Shoppingverhalten und ihre Erwartungen an die Shops zu analysieren.

Hier die beliebtesten Fehler:

- Verwirren Sie Ihre Kunden mit einem unübersichtlichen Angebot. Geben Sie dem Kunden in keinem Fall die Chance, sich auf Ihrer Website zurecht oder gar das gesuchte Produkt zu finden. Er könnte sonst bezahlen und Ihren Shop wieder verlassen. Stellen Sie auch sicher, dass der Bestellvorgang möglichst kompliziert und unverständlich ist, schließlich soll dem Kunden auch ein wenig Gefühl für Abenteuer und Risiko vermittelt werden.

- Sorgen Sie für lange Ladezeiten, denn schließlich wollen Sie, dass Ihr Kunde lange bleibt, oder? Gut geeignet hierfür sind leistungsschwache Server, sie amortisieren sich schließlich am schnellsten, wenn sie ständig überlastet sind. Und wenn das nicht reicht, erhöhen Sie das Datenvolumen. Einige aufwändige Multimediaelemente reichen schon aus, und sind beim Kunden besonders dann beliebt, wenn sie zuvor den aufwändigen Download eines Plug-In erfordern.

- Geben Sie die Versandkosten gar nicht erst an, der Kunde muss schließlich nicht alles wissen. Auch eine Umtauschgarantie sollte dem Kunden nicht zugemutet werden, er könnte das Produkt sonst zurück schicken wollen, wenn er es aus irgendeinem Grund nicht will.

- Langweilen Sie den Kunden nicht mit informativen Produktinformationen und Abbildungen. Sie rauben ihm nur die erwartungsvolle Vorfreude auf das bestellte Produkt.

Wie der Internetshopping Report 2001 in seiner Studie ermittelt, begehen viele Shops immer noch triviale Fehler und verderben sich damit das Geschäft: 56% der Befragten gab an, den Kauf abgebrochen zu haben, weil sie das Produkt nicht sofort fanden. Jeder Zweite kapitulierte vor zu langen Ladezeiten und jeder dritte Verbraucher brach den Bestellvorgang ab, weil er nicht mehr weiter wusste. Von den befragten Besuchern von Online-Shops gab jeder Vierte an, überhaupt noch nicht online gekauft zu haben. Neben Sicherheitsbedenken und Angst vor Datenmissbrauch, den 75 % der Nichtkäufer äußern, fiel bei der Befragung ein Punkt auf: Jeder fünfte Nichtkäufer, der auf den Websites von Online-Shops angetroffen wurde, weiß schlicht nicht, wie der Online-Kauf funktioniert. Dafür kennt jeder Sechste mindestens einen Freund oder Bekannte, bei dem Online-Kauf schon einmal schief gegangen ist.

Diese und noch mehr Ergebnisse finden Sie im Internetshopping Report 2001, der soeben erschienen ist. Im ersten Teil dieses Reports werden die Ergebnisse der Studie analysiert und kommentiert, die zentralen Befunde sind graphisch dargestellt. Im zweiten Teil nehmen Experten zu aktuellen Themen rund um's Internetshopping Stellung, sie stellen Marketingstrategien fürs E-Business und Online-Einkaufsmodelle vor und befassen sich mit Fragen zu Kundenbindung, Pricing und Logistik bei Online-Shops.

Die Studie Internetshopping Report 2001 wurde von Symposion Publishing Verlag GmbH, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Infratest Burke Incom, München realisiert. Stolzer Preis: DM 1.400.

CYbiz berichtet in der aktuellen Mai-Ausgabe ausführlich über den Online-Handel und über Shop-Systeme. Das Heft ist ab heute im gut sortierten Zeitschriftenhandel für nur DM 8,50 erhältlich. (DS)