Eine neue Erhebung zeigt die frequenzstärksten Einkaufsstraßen in Deutschland. Köln, München, Frankfurt und Münster sind ganz vorne mit dabei.

Die Kölner Schildergasse bleibt mit 12.585 Passanten pro Stunde die meistbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands - das zeigt eine neue Studie des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Maklers Kemper's Jones Lang LaSalle.

In den Erhebungen der Jahre 2002 bis 2008 konnte die Straße diesen Platz sechs Mal verteidigen. Rein rechnerisch hält sich samstags in der Kerneinkaufszeit zwischen 11.00 und 18.00 Uhr jeder zehnte Kölner in der Schildergasse auf.

München und Frankfurt bestätigt, Münster überrascht

Fast gleichauf folgt die Münchner Kaufingerstraße mit 12.580 Personen pro Stunde auf Rang zwei. Die Frankfurter Zeil belegt trotz der Baumaßnahmen für das "PalaisQuartier"-Projekt mit bis zu 11.420 Passanten Rang drei.

Auf Platz vier folgt die Münsteraner Ludgeristraße mit 10.820 Passanten pro Stunde. Der Lage gelingt erstmals der Sprung in die Top Ten. Die Hamburger Mönckebergstraße bestätigt ihre Vorjahresplatzierung und liegt mit 10.620 Passanten/Stunde erneut vor dem örtlichen Wettbewerber Spitaler Straße.

Nürnberg steigt auf

Auch die Karolinenstraße in Nürnberg wiederholt den 2007 erstmals geschafften Sprung in die Top Ten und belegt mit 10.530 Passanten/Stunde Rang sechs.

In der auf Rang sieben platzierten Stuttgarter Königstraße flanieren in Spitzenzeiten 10.125 Passanten/Stunde. Die Petersstraße in Leipzig schafft nach mehrjährigen U-Bahn-Bauarbeiten die von Kemper's Jones Lang LaSalle prognostizierte Rückkehr in die Top Ten.

Wiesbaden erstmals unter den Top Ten

Auch der Dortmunder Westenhellweg behauptet seinen Stammplatz unter den Top Ten mit 8.920 Besuchern/Stunde. Die Kirchgasse in Wiesbaden zählt neben Münster und Leipzig zu den drei Aufsteigern und erreicht mit 8.550 Passanten/Stunde erstmals einen Platz unter den zehn meistbesuchten deutschen Einkaufsmeilen.
Einkaufsstraßen-Ranking
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In Ostdeutschland zeigt sich die Leipziger Petersstraße nach dem Abschluss umfangreicher Bauarbeiten wieder als Nummer eins. Mit 9.360 Passanten/Stunde toppt sie sogar die am stärksten frequentierten Lagen in Berlin.

In der Hauptstadt spiegelt sich der starke Aufwärtstrend des Alexanderplatzes auch in der Passantenfrequenz wider. Mit 8.400 Passanten in der Stunde liegt dieser erstmals knapp vor der Tauentzienstraße (8.175) und dem Kurfürstendamm (6.725).

Kö bleibt Maß aller Dinge

Bei den Luxusmeilen bleibt die Düsseldorfer Königsallee mit 6.090 Passanten in der Stunde die bestbesuchte Lage ihrer Art. Sie hebt den Zuspruch im Vergleich zum Mittelwert der vergangenen fünf Jahre sogar weiter an.

Mit großem Abstand folgt die Frankfurter Goethestraße mit 3.525 Passanten pro Stunde. Die Münchner Maximilianstraße zieht bis zu 1.695, der Hamburger Neuer Wall 1.770 bis zu Passanten pro Stunde an.

Die jährlich durchgeführte Frequenzerhebung von Kemper's Jones Lang LaSalle ist nach Unternehmensangaben die umfangreichste ihrer Art und beruht auf der Erhebung der Passantenströme in den 170 wichtigsten Einkaufsmeilen Deutschlands. Insgesamt wurden rund 700.000 Passanten ermittelt.