Umrüstung der Skoda-Händlerbetriebe auf ein modernes Erscheinungsbild ist bald abgeschlossen. Die neu gestalteten Standorte legen überdurchschnittlich zu.

Modernisieren lohnt sich. Das ist die Botschaft, die die bundesdeutschen Händler der tschechischen Automobilmarke Skoda in diesen Tagen verbreiten. Kurz vor dem Abschluss des „größten Projektes in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte“ der Volkswagen-Tochter, wie Vertriebschef Stefan N. Quary den Kraftakt der letzten Jahre einordnet, weisen bereits alle Indikatoren darauf hin, dass die Umrüstung der Betriebe auf ein modernes Erscheinungsbild einen maßgeblichen Anteil am anhaltenden Aufschwung des Autobauers hat.

Dies belegt jedenfalls eine erste Analyse des ranghöchsten Skoda-Verkäufers in Deutschland: In Betrieben, die bislang noch nicht auf die neue CI umgestellt wurden, lägen die Verkaufszuwächse im Durchschnitt bei 7 Prozent, in Standorten mit den neuen, hellen und lichtdurchfluteten Verkaufsräumen dagegen bei 19 Prozent. Auch registriert Quary eine „längere Kundenverweildauer, eine höhere Kundenzufriedenheit und motiviertere Mitarbeiter“.

Drei Millionen Euro pro Neubau

Die gleichen Erfahrungen hat Jochen Schandert gemacht. Der eloquente Geschäftsführer der Autohaus Schandert GmbH mit vier Standorten rund um Dessau, 120 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 32 Millionen Euro sieht vor allem seinen nagelneu errichteten 2.200-Quadratmeter-Vorzeigebetrieb in der Mannheimer Straße in Dessau im Aufwind. Insgesamt vier Millionen Euro hat der Unternehmer, Vorstandsmitglied im Skoda-Händlerverband, in den Neubau und die Aktualisierung der drei weiteren Stützpunkte investiert. Allein der in neun Monaten errichtete Neubau verschlang drei Millionen Euro.

Foto: Skoda
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Als „Großkundenleistungszentrum“ profitiert Schandert zudem von Konditionen und Infrastruktur im Volkswagen-Konzern: „Wir sind jetzt Vermittler und müssen für die Fahrzeuge für gewerbliche Abnehmer nicht mehr in Vorleistung treten. Das hilft enorm“, sagt der rührige Vertriebspartner, der neben dem Octavia auch das im vergangenen Jahr eingeführte neue Modell Superb Combi als Erfolgsfaktor sieht.

Weltweit werden 3.200 Standorte umgerüstet

Schanderts Dessauer Dependance sei exakt die 444., die nun bundesweit im neuen Design erstrahle. Weitere rund 100 Um- oder Neubauten stünden noch an und mittelfristig soll das Netz auf 600 Unternehmen erweitert werden. „Unsere Händler haben schon jetzt einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Erneuerung ihrer Betriebe investiert“, verdeutlicht Stefan N. Quary die Dimension. Weltweit werden 3.200 Verkaufsstandorte in 42 Ländern umgerüstet. Dies sei bereits zu 80 Prozent abgeschlossen.

Bernd Nusser