Christoph Meyer aus der Geschäftsleitung des Immobilienmaklers BNP Paribas Real ­Estate, sprach mit Der Handel über den Verkauf der ­Hertie-Filialen.

Christoph Meyer
Christoph Meyer
Herr Meyer, Sie wickeln den Verkauf der meisten Hertie-Häuser ab. Wie ist der Stand?

Unser Unternehmen ist für 64 Häuser zuständig – und hat für 13 bereits neue Besitzer gefunden (Stand Ende August, Anm. d. Red).

Wer erwirbt diese Immobilien?
Kaufland ist derzeit der einzige Kunde aus dem Einzelhandel. Dieses Unternehmen hat die Standorte in Hamburg-Langenhorn, Hamburg-Barmbek sowie Dortmund-Aplerbeck übernommen und will im Oktober das Haus in Duisburg-Walsum kaufen. Kaufland erwirbt ausschließlich ein-, maximal zweigeschossige Gebäude. 98 Prozent der anderen Immobilien haben meist regionale Projektentwickler erworben. Das ist unsere Hauptzielgruppe.

Ist es schwer, Interessenten zu finden?
Wir müssen keine Kaltakquise machen, die Interessenten melden sich bei uns. Per Mailing informieren wir potenzielle Käufer über aktuelle Entwicklungen und welche Häuser noch zu bekommen sind.

Stimmt es, dass Dawnay Day für die Filiale in ­Detmold 16 Millionen Euro wollte?
Der Marktwert liegt etwa bei zwölf Millionen Euro. Den Wert der Immobilie machen die gute Lage sowie die Einzelhandelsgenehmigung aus. Die meisten unserer Käufer reißen ihr erworbenes Gebäude sowieso ab und bauen etwas Neues.

Interview: Steffen Gerth
Dieses Interview erschien in der Ausgabe 9/09 des Wirtschaftsmagazins Der Handel