Die Franzosen kaufen weniger bei Lebensmittel-Discountern. Im Nachbarland erwischten die Billiganbieter einen schwachen Jahresbeginn und büßten an Marktanteilen ein.

Der lange Zeit unaufhaltsam scheinende Vormarsch der Lebensmittel-Discounter in Frankreich ist vorübergehend gestoppt. In den vergangenen Wochen verloren die Billigsupermärkte im Nachbarland zum ersten Mal seit Jahren an Boden.

Seit Ende März sei der Marktanteil um 1,2 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent gefallen, berichtete die französische Tageszeitung "Le Figaro" unter Berufung auf Daten des Marktforschungsinstituts tns Worldpanel. Von Mitte Mai bis Mitte Juni gingen allein 0,8 Prozent an Marktanteil an die traditionellen Supermärkte.

Comeback der traditionellen Märkte

Betroffen von der Entwicklung sind vor allem die Discounter der großen französischen Handelsketten wie Carrefour (ED), Casino (Leader Price) und Intermarché (Netto).

Die deutschen Marktführer Lidl und Aldi stagnierten zuletzt ebenso in der Gunst der Verbraucher. Laut einer Umfrage gehen die Deutschen trotz Wirtschaftskrise nicht häufiger beim Discounter einkaufen.