Der US-Investor Advent kommt mit der Übernahme von Douglas voran: Ihm gehören schon 80 Prozent des Handelskonzerns. Damit rückt ein möglicher Rückzug vom Aktienmarkt in greifbare Nähe.

Nach Ablauf der regulären Angebotsfrist am 4. Dezember wurden Advent Douglas-Aktien in Höhe von knapp 80 Prozent des Grundkapitals angedient, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Zusammen mit dem Anteil der Douglas-Gründerfamilie Kreke und von Advent selbst getätigten Käufen hat der Investor nun Zugriff auf insgesamt rund 93 Prozent der Anteile. Damit rückt auch ein möglicher Rückzug des Unternehmens von der Börse in greifbare Nähe.

Advent hatte die Übernahme von Douglas an die Bedingung geknüpft, mindestens drei Viertel der Anteile einsammeln zu können. Dieses Ziel wurde bereits erreicht.

Ausbauen und internationalisieren

Mit dem Rückhalt der Gründerfamilie will Advent die zum Konzern gehörenden Douglas-Parfümerien und Christ-Juweliergeschäfte international ausbauen. Beide Sparten sind die Wachstumstreiber im Konzern. Die schwächelnde Buchtochter Thalia soll saniert werden. Auch die Geschäftsbereiche Mode und Süßwaren will der Investor weiterentwickeln.

Das Übernahmeangebot bewertet Douglas mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Damit ist der Kauf eine der größten Übernahmen im mittleren Börsensegment Mdax seit langem.

Für Aktionäre, die das Angebot von 38 Euro je Aktie bislang noch nicht angenommen haben, gibt es eine Nachfrist, die am 21. Dezember um Mitternacht ausläuft. Gemäß den Angebotsunterlagen kann Advent den Börsenrückzug ab einem Anteil von 90 Prozent über eine Verschmelzung einleiten.

Die weitere Zukunft von Douglas wollen Advent und die Familie Kreke gemeinsam stemmen. Sowohl in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender von Douglas als auch als Vertreter der Familie Kreke sei er sehr erfreut über den Erfolg des Übernahmeangebots, sagte Konzernchef Henning Kreke in einer Mitteilung. Die Krekes wollen sich wie angekündigt mit 20 Prozent wieder an der Holding beteiligen.