Die Douglas Holding musste im wichtigen Weihnachtsgeschäft einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Buchgeschäft bereitet den Hagenern Sorgen.

Der Handelskonzern Douglas hat im Weihnachtsquartal weniger verdient als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von Oktober bis Dezember um knapp 13 Prozent auf 173,6 Millionen Euro, wie Douglas am Mittwoch in Hagen mitteilte.

Allerdings hatte Douglas im Vorjahr einen Sonderertrag aus dem Verkauf seiner Parfümerien in Russland verbucht. Unter dem Strich sank der Überschuss um 2,3 Prozent auf 91,7 Millionen Euro. Schwächen zeigt bei Douglas derzeit das Buchgeschäft, das unter der Abwanderung der Kunden zum Internet leidet.

Eine Antwort für die Zukunft der Buchsparte gesucht

Douglas-Vorstandschef Dr. Henning Kreke hatte jüngst im Interview mit der Lebensmittel-Zeitung eingeräumt, dass es für den Konzern derzeit schwierig sei, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie man in der Buchbranche mittelfristig die Kapitalkosten verdienen soll.

Der Umsatz des im MDax-Unternehmens legte insgesamt im Weihnachtsquartal, dem ersten des neuen Geschäftsjahres, um 1,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Zu Douglas gehören neben den gleichnamigen Parfümerien die Buchkette Thalia, die Juweliertochter Christ, die Modehäuser AppelrathCüpper und die Süßwarenläden Hussel.

Die Gründerfamilie Kreke prüft gerade, ob sie ihren Anteil mit Hilfe von Investoren erhöht. Außerdem interessiert sich der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller für Douglas, er will seinen Anteil ebenfalls ausbauen. Der Aktienkurs von Douglas bliebt in den frühen Morgenstunden von den schlechten Nachrichten zum vergangenen Weihnachtsgeschäft unbeeindruckt.

dpa, DH