Der Hagener Handelskonzern Douglas hat Appetit auf das Pharmageschäft, wenn das Fremdbesitzverbot für Apotheken fällt.  

Foto: Douglas
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„Mit einem geeigneten Partner könnte man darüber nachdenken, ob ein gemeinsames Apothekenkonzept sinnvoll sein könnte“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Henning Kreke im Interview mit der „WirtschaftsWoche”.
 

Voraussetzung für ein solches Vorhaben sei jedoch die Liberalisierung des Marktes, „damit man auch flächendeckend filialisieren kann“. Eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs über das so genannte Fremdbesitzverbot, das bislang Apothekenketten in Deutschland verhindert, wird im Frühjahr 2009 erwartet.


Potenzial sieht der Douglas-Chef für Apotheken, die „etwas größer als normale Apotheken“ sind und „mit mehr Beratung und vielen Zusatzdienstleistungen rund um das Thema Gesundheit und Wellness“ punkten.
 

Parfümerie-Discounter wenig erfolgreich, Luxus läuft

Der Aufbau einer Discount-Parfümerie-Marke unter dem Namen Hela steht nicht mehr auf der Agenda des Unternehmens. Die Tests mit dem Discount-Format sind laut Kreke bisher „nicht sehr überzeugend“ verlaufen. Mehr Erfolg verspricht sich der Douglas-Chef hingegen von Luxusparfümerien.

Trotz Finanzkrise und stark gestiegener Preise für Energie und Lebensmittel zeigt sich Kreke gegenüber der „WirtschaftsWoche” für das Weihnachtsgeschäft „verhalten optimistisch“.