Bei Douglas gilt die Textilsparte als Sorgenkind. Der Handelskonzern hält jedoch trotz der schwierigen Lage am Modeanbieter Appelrath Cüpper fest.

Es gebe derzeit keine Pläne, sich von an den 14 Filialen von Appelrath Cüpper zu trennen, teilte der Vorstandsvorsitzende der Douglas Holding AG, Henning Kreke, am Donnerstag im westfälischen Hagen auf Anfrage mit.

Die Sparte ist seit Jahren das Sorgenkind des Konzerns. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (30. September) sackte der Umsatz der zunächst 15, dann 14 Häuser nach vorläufigen Zahlen um 11,5 Prozent auf 131,0 Millionen Euro.

Filialschließung in Berlin

Zum Ergebnis der Sparte machte der Konzern in einer Mitteilung über die vorläufigen Konzern-Umsatzzahlen keine Angaben. Unter anderem wegen der Schließung einer unrentablen Filiale in Berlin im Januar dürfte unterm Strich jedoch im dritten Jahr in Folge in dieser Sparte ein Verlust zu verzeichnen sein. Die Filiale war erst 2006 eröffnet worden. Genaue Zahlen will das Unternehmen im Januar mitteilen.

Der Damenmodeausstatter Appelrath Cüpper will sich laut Kreke künftig „noch stärker auf das mittlere bis gehobene Genre für Damenoberbekleidung in attraktiven Preislagen konzentrieren." Das schließe auch eine Verjüngung der Sortimente und die Aufnahme weiterer attraktiver Marken mit ein, hieß es auf Anfrage.

Konzern gut unterwegs

Insgesamt steigerte der Konzern den Umsatz um 2,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro und erreichte damit sein Umsatzziel. Flächenbereinigt sank der Umsatz allerdings um 1 Prozent.

Kreke geht laut der Mitteilung davon aus, dass auch das Konzern-Gewinnziel erreicht wurde: 120 bis 130 Millionen Euro vor Steuern wollte das Unternehmen vor Sondereffekten verdienen. Die Sondereffekte sollen sich auf 20 bis 30 Millionen Euro belaufen, verursacht unter anderem durch die Schließung von unrentablen Douglas-Parfümerien im Ausland.

Parfümerien sorgen für den meisten Umsatz

Auf die weltweit 1.220 Douglas-Parfümerien entfielen 58 Prozent des Umsatzes, der in dieser Sparte insgesamt um 1,6 Prozent stieg, auf vergleichbarer Fläche jedoch um 1,6 Prozent zurückging. Belastend habe sich das weiterhin schlechte Konsumumfeld in einigen Auslandsmärkten ausgewirkt, hieß es in der Mitteilung.

Zulegen, auch auf vergleichbarer Fläche, konnte Douglas bei Büchern
(Thalia) und Schmuck (Christ). Ein leichtes Umsatzminus gab es bei den Süßwaren (Hussel).