Der Handelskonzern Douglas hat seine angestrebten Ziele erreicht, musste aber im abgelaufenen Geschäftsjahr Gewinneinbuße hinnehmen. Das ging zu Lasten der Investitionen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist am Douglas nicht spurlos vorübergegangen. Das Unternehmen erreichte 2008/09 zwar seine Umsatz- und Gewinnziele, doch Sonderfaktoren schmälerten die Erlöse.

Der Gewinn vor Steuern lag am Ende des vergangenen Geschäftsjahres (bis 30. September) mit 127,6 Millionen Euro rund 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für die Schließung von unrentablen Filialen kamen Kosten in Höhe von 24 Millionen Euro hinzu.

Umsatz wächst nur durch Expansion

Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Fläche ergab sich jedoch ein Umsatzrückgang von 1,0 Prozent.

Der Konzern hatte einen Umsatzwachstum von insgesamt 2 Prozent und einen Vorsteuergewinn von 120 bis 130 Millionen Euro vor Sondereffekten erwartet, wie die Douglas Holding AG am Mittwoch mitteilte.

"Leider wurden auf vergleichbarer Fläche die Vorjahresumsätze um ein Prozent knapp verfehlt. Erfreulich war hingegen die Entwicklung in unserem wichtigen Heimatmarkt Deutschland, wo wir in diesem Jahr besser als im Ausland abgeschnitten haben", sagte Dr. Henning Kreke, Vorstandsvorsitzender der Douglas Holding auf der Bilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf. "Und auch insgesamt konnten wir uns in den meisten Ländern im Vergleich zum Wettbewerb erneut behaupten und Marktanteile hinzugewinnen." 

Investitionen wurden gebremst

Bei den Investitionen wurde den Angaben zufolge im Berichtsjahr jedoch kräftig auf die Bremse getreten: Während im Vorjahr noch 155 Millionen Euro investiert worden seien, habe sich das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2008/09 auf nur noch 112 Millionen Euro belaufen: "Insgesamt wurden 104 neue Fachgeschäfte im In- und Ausland eröffnet. Hinzu kamen zahlreiche Modernisierungen bestehender Fachgeschäfte", sagte Kreke.

Der Löwenanteil der Investitionen entfiel demnach wieder auf die Douglas-Parfümerien, die mit 78 Neueröffnungen – davon 68 im Ausland – ihre Position in Europa weiter ausgebaut haben. Auch der Buchbereich sei mit 12 Neueröffnungen im deutschsprachigen Raum weiter gewachsen.

Die Schmuckhandelskette Christ hat in Deutschland sechs neue Läden eröffnet und "zahlreiche" ältere Geschäfte modernisiert. Bei AppelrathCüpper erhielten die Modehäuser in Frankfurt, Köln und Hamburg "durch umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen einen neuen, zeitgemäßen Look", meldet das Handelsunternehmen.

Im Geschäftsbereich Süßwaren hat Hussel acht neue Confiserien eröffnet. Zum Stichtag 30. September 2009 umfasste das Filialnetz der Douglas-Gruppe somit 2.005 Standorte im In- und Ausland nach 1.966 am entsprechenden Vorjahresstichtag.

Zum Douglas-Konzern gehören die Ketten Douglas (Kosmetik), Thalia (Bücher), Christ (Schmuck), Hussel (Süßwaren) und Appelrath-Cüpper (Damenmode).

DH mit dpa