Ein Jahr nach der Übernahme des Handelskonzerns Douglas durch den US-Finanzinvestor Advent wird einem Zeitungsbericht zufolge der Verkauf der Süßwarenkette Hussel durchgespielt.

Der Hagener Fachhandelskonzern prüft nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den Verkauf seiner Süßwarenkette Hussel.  Potenzielle Käufer hätten daher Dokumente mit Unternehmensinformationen erhalten, berichtete die "FAZ" am Dienstagabend vorab mit Verweis auf Finanz- und Branchenkreise.

"Douglas prüft Optionen einschließlich einem Verkauf", wird eine mit dem Vorhaben vertraute Person zitiert. Interessenten könnten sowohl Finanzinvestoren als auch Unternehmen aus der Branche sein.

Douglas betreibt "aktive Portfolio-Strategie"

In der Zentrale von Douglas wollte man sich laut dem "FAZ"-Bericht zu einer möglichen Trennung von der Süßwarenkette nicht äußern. Eine Konzernsprecherin habe lediglich darauf verwiesen, dass der Handelskonzern seit jeher eine aktive Portfolio-Strategie betreibe und ständig mögliche Zu- oder Verkäufe prüfe. Am Dienstagabend war weder von Douglas noch von Hussel eine Stellungnahme zu erhalten.

Douglas gehört dem Finanzinvestor Advent und der Gründerfamilie Kreke. Im Fokus stehen die gleichnamigen Douglas-Parfümerien sowie die Schmuckkette Christ, deren Wachstum beschleunigt werden soll.

Die Hussel-Confiserien erzielten im Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) mit gut 1.000 Mitarbeitern und 235 Fachgeschäften knapp 100 Millionen Euro Umsatz. Bereits kurz nach der Douglas-Übernahme äußerten Aktionärsschützer die Befürchtung, dass der neue Haupteigentümer versuchen könnte, Randaktivitäten über kurz oder lang zu versilbern.