Douglas hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sein Umsatzziel deutlich übertroffen. Vor allem in Deutschland hat der Handelskonzern gut verdient. Auch der Online-Handel mit Büchern floriert.

Der Handelskonzern Douglas hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 (30. September) dank Zukäufen den Umsatz weiter steigern können.

Konzernweit seien die Erlöse im Geschäft mit Parfümartikeln (Douglas), Schmuck (Christ), Mode (AppelrathCüpper), Büchern (Thalia) und Süßigkeiten (Hussel) nach vorläufigen Berechnungen um 3,7 Prozent auf mehr als 3,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hagen mit.

Umsatz im Inland über Plan

Der Inlandshandel, der zwei Drittel des Umsatzes ausmacht, fiel mit 4,6 Prozent Zuwachs deutlich besser aus als das Auslandsgeschäft mit plus 2 Prozent. Prognostiziert hatte Douglas rund zwei Prozent mehr Umsatz. Zu der Entwicklung trug entscheidend die erstmalige Miteinbeziehung der Beteiligung am Online-Buchhändler buch.de bei.

Ohne buch.de fielen die Umsatzzahlen eher bescheiden aus. Auf vergleichbarer Verkaufsfläche zum Vorjahr sank der Umsatz in den weltweit rund 2.000 Filialen mit ihren 24.000 Beschäftigten sogar um 0,4 Prozent. Grund war ein rückläufiges Auslandsgeschäft.

Optimistisch für das Weihnachtsgeschäft

Ein Plus kam lediglich bei den Umsatzträgern Nummer zwei und drei, Bücher und Schmuck, heraus. Der Umsatzprimus Parfümerien kam auf vergleichbarer Fläche auf ein Minus von 0,7 Prozent. Alle drei Segmente steigerten aber insgesamt den Umsatz.

Nur Mode und Süßigkeiten blieben auch unter dem Strich unter den Vorjahreszahlen. Douglas äußerte sich zum vorläufigen Umsatz und den Gewinnerwartungen insgesamt zufrieden. "Aufgrund der recht ordentlichen Umsatzentwicklung gehen wir unverändert davon aus, das obere Ende unserer Ergebnisprognose zu erreichen", sagte Vorstandschef Henning Kreke laut Mitteilung.

Vor Steuern hatte sich der Konzern ein Ergebnis von 120 bis 130 Millionen Euro zum Ziel gesetzt. Für das kommende Weihnachtsgeschäft ist Douglas eigenen Angaben zufolge positiv gestimmt. Den vollständigen Bericht zum Geschäftsjahr will der Konzern am 12. Januar vorlegen.

dpa, DH