Beim Douglas-Konzern ist viel in Bewegung. Einerseits sollen mittelständische Parfümeriebetriebe hinzugewonnen werden, andererseits steht eine Konzerntochter zum Verkauf.

Die Douglas-Gruppe soll in Deutschland durch Übernahmen von kleinen und mittleren Parfümerien in den Regionen stärker aufgestellt werden. Einen entsprechenden Bericht der "Lebensmittelzeitung" bestätigte das Unternehmen am Freitag. Man sei auf lokaler und regionaler Ebene an Zukäufen interessiert. Das Unternehmen sondiere derzeit den Markt und "freue sich, wenn Interessenten direkt auf uns zukommen", zitiert die "Lebensmittelzeitung" eine Douglasmitteilung.

Dabei hat das Hagener Unternehmen, das vor eineinhalb Jahren mehrheitlich von dem Investor Advent übernommen worden war, sowohl Kooperationen wie auch Zukäufe von inhabergeführten Parfümerien in den Blick genommen.

Appelrath Cüpper soll verkauft werden

Für den Douglas-Konzern, der in Deutschland an 435 Standorten vertreten ist und zuletzt einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro erzielte, sei der Spielraum für Übernahmen größeren Stils wegen der kartellrechtlicher Hürden aber nicht groß, schrieb die Zeitung.

Die Douglas-Modetochter Appelrath Cüpper steht indes vor dem Verkauf. Eine Investmentbank habe bereits das Mandat für das Geschäft erhalten, berichtete jüngst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanz- und Branchenkreise.

Im Februar hatte die Handelskette bereits ihre Süßwarentochter Hussel an den Finanzinvestor Emeram Capital Partners verkauft. Appelrath Cüpper beschäftigt derzeit rund 700 Mitarbeiter in bundesweit 13 Filialen, überwiegend in NRW.