Die jüngsten Kursentwicklungen stimmen Anleger nachdenklich. Wachsende Befürchtungen vor Verlusten führen insbesondere am Neuen Markt zu einer näheren Betrachtung der Entwicklungen.

Die jüngsten Kursentwicklungen stimmen Anleger nachdenklich. Wachsende Befürchtungen vor Verlusten führen insbesondere am Neuen Markt zu einer näheren Betrachtung der Entwicklungen. Laut Dr. Manfred Gabriel von der Münchner GCI Management befinde sich die Internet-Branche zur Zeit in der zweiten von insgesamt drei Phasen.

Er stellt dabei folgende Thesen auf:
- Selbstkritische Ernüchterung muss die blinde Panik ablösen;
- Old und New Economy werden verschmelzen, ohne dass die Old Economy dabei eine Führungsrolle übernehmen wird;
- Individualisierte Angebote werden simple Offline-Konzepte ablösen, der Nutzer wird mit auf ihn zugeschnittenen Informationen versorgt;
- Start-ups sind künftig mit neuen Kenngrößen zu bewerten, sie werden auf diese Weise mit der Old Economy "vergleichbar".

Bröckelnde Aktienkurse, gescheiterte Finanzierungen und abgesagte Börsengänge seien die Indikatoren dafür, dass die Branche an einem kritischen Punkt in ihrer Entwicklung angelangt sei. Nach der emotionalen Phase euphorischer Start-ups gingen im Moment untaugliche Geschäftskonzepte zugrunde, bevor in der dritten Phase die Verschmelzung von Old und New Economy anstehe. Dabei werde den jungen Unternehmen eine weiterhin tragende Rolle zukommen.

Insgesamt müssen die Unternehmenskonzepte noch Internet-spezifischer und originärer werden. Start-ups müssen nach neuen Kenngrößen bewertet werden. Im Mittelpunkt der Aktivitäten sollte noch deutlicher als bisher der User stehen. Seine Präferenzen müssen erfasst und Marketing-spezifisch verwertet werden. Die anstehenden Aufgaben könnten von vielen Unternehmen nur mit aktiver Managementhilfe bewältigt werden. (ST)


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