Deutsche Einzelhändler gehören zu den international aktivsten. In punkto Umsatz und Ertrag können sie allerdings mit ihren Branchenkollegen aus Frankreich und Großbritannien nicht mithalten.

Die internationalen Handelskonzerne haben von der weltweiten wirtschaftlichen Erholung profitiert. Das besagt ein aktueller Branchenreport des Beratungsunternehmens Deloitte.

"Nicht nur die Umsätze des weltweiten Einzelhandels stiegen um über fünf Prozent, auch die Profitabilität ist gewachsen", fasst Dr. Peter Thormann von Deloitte die Ergebnisse zusammen. So sei die Nettoumsatzrendite durchschnittlich auf 3,8 Prozent gestiegen.

Top Ten stehen für fast ein Drittel der Umsätze

Deloitte hat Zahlen der 250 weltweit größten Handelsunternehmen für das Jahr 2010 ausgewertet und eine Umsatzrangliste erstellt. Von den Erlösen aller Unternehmen entfällt demnach fast ein Drittel (29,4 Prozent) auf die ersten zehn.

Unter den zehn führenden Handelsunternehmen der Welt finden sich gleich drei deutsche Vertreter: Die Metro AG belegt nach Spitzenreiter Wal-Mart (USA), Carrefour S.A. (Frankreich) und Tesco (Vereinigtes Königreich) Platz 4, auf den Plätzen 6 und 10 folgen die Schwarz-Unternehmensgruppe (Lidl, Kaufland) und Aldi. Auf Platz 12 in der Rangliste liegt die Rewe-Gruppe, die Edeka folgt auf Platz 16.  

International am breitesten aufgestellt sind die Europäer. Nahezu 40 Prozent der Umsätze europäischer Händler stammten nicht aus deren Heimatland.

Deutsche und Franzosen global am aktivsten

Dabei gehören deutsche Unternehmen zusammen mit den französischen zu den global aktivsten. So sind Carrefour und Metro jeweils in 33, die Schwarz-Gruppe immerhin in 26 Ländern vertreten. Zum Vergleich: Wal-Mart bringt es auf 16, Tesco nur auf 13 Auslandsgesellschaften.

Allerdings fällt auf, dass die deutschen Handelsunternehmen laut dem Branchenreport sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität deutlich hinter französischen und britischen Konzernen liegen. Auch in der Erholungsphase 2010 seien sie langsamer gewachsen.
 
Die komplette Studie in englischer Sprache mit dem Titel "Switching Channels - Global Powers of Retailing 2012" kann hier heruntergeladen werden.