Wie an der Tankstelle geht es immer öfter auch in Online-Shops zu: Immer mehr Händler passen ihre Preise an - aufgrund neuer Programme auch immer schneller.

Im Online-Handel geraten die Preise immer öfter in Bewegung. Rund 40 Prozent der Online- und Versandhändler in Deutschland nutzen laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) und der Creditreform Boniversum bereits das Instrument der "dynamischen Preisgestaltung".

Die Händler passen demnach ihre Verkaufspreise auch sehr kurzfristig an das Preisverhalten der Wettbewerber oder das Bestellverhalten der Kunden an. Jedes fünfte Unternehmen plane die Einführung dieses Instruments in den kommenden zwölf Monaten.

Neue Softwares helfen bei Preisgestaltung

"Grundsätzlich ist es nichts Neues, dass Händler ihre Preise Angebot und Nachfrage entsprechend anpassen",  sagte bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Intelligente Softwarelösungen böten heute den Händlern jedoch noch passgenauere Möglichkeiten der Preisgestaltung, um im dynamischen und global vernetzten Wettbewerb zu bestehen.

Der interaktive Online- und Versandhandel bleibt der Studie zufolge auch weiterhin der Wachstumstreiber im deutschen Einzelhandel. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Online- und Versandhändler bewerten die Aussichten für die nächsten zwölf Monate als "sehr gut" oder "gut".