2011 wurden erstmals Fahrräder im Wert von mehr als 2 Milliarden Euro verkauft - vor allem, weil die E-Bikes boomen. Denn die anderen Segmente gingen leicht zurück. Zum Saisonstart klagen Fachhändler über Lieferengpässe.  

Die Deutschen fahren gerne Fahrrad: Rund 70 Millionen Fahrräder gibt es derzeit statistisch gesehen auf Deutschlands Straßen. Entsprechend steigen auch die Umsätze im Handel seit einigen Jahren kontinuierlich, zeigt der neue Branchenfokus der Beratungsfirma IFH Retail Consultants: Demnach konnte 2011 erstmals die Umsatzschwelle von zwei Milliarden Euro überschritten werden.

Ein zweistelliges Umsatzplus von 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr habe der Branche ein neues Allzeithoch beschert: 2011 wurden demnach rund vier Millionen Fahrräder im Gesamtwert von 2,17 Milliarden Euro verkauft. Vor allem der Verkauf über den Fahrradfachhandel bleibe auf hohem Niveau.

Händler beklagen Lieferengpässe

"Entscheidenden Anteil hieran hat der E-Bike-Boom, der vergangenes Jahr so richtig ins Rollen gekommen ist", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Erfolg des E-Bikes zeige aber auch gleichzeitig die Probleme des Marktes auf. Denn in den anderen Marktsegmenten gehen die Umsätze der Studie zufolge leicht zurück.

Unterdessen berichtet der Verband des deutschen Zweiradhandels (VDZ) über Lieferengpässe der Hersteller zum Saisonstart: "Quer durch das Sortiment, aber vor allem bei den E-Bikes, gab es im März große Probleme", heißt es in einer Pressemitteilung. "'Grauenhaft, unzuverlässig, dilettantisch' sind nur einige Adjektive, die uns von verschiedenen Händlern genannt wurden." Betroffen seien fast alle Marken, heißt es.