Es gibt keinen Anbieter, der alles kann: Diese und viele weitere Aussagen sowie Trends zum Themenfeld E-Business waren auf der Kundenveranstaltung der Meta Group zu hören.

Es gibt keinen Anbieter, der alles kann: Diese und viele weitere Aussagen sowie Trends zum Themenfeld E-Business waren auf der Kundenveranstaltung der Meta Group zu hören.

Wohltuend sachlich, pragmatisch und konkret waren die Ausführungen von Dr. Wolfgang Martin, Vice President, auf dem von seinem Unternehmen am 23. Januar in Frankfurt veranstalteten "Meta Group ADS-Regional Briefing". Vor über 30 Kunden der Münchener Meta Group referierte Dr. Martin u.a. zu den Themen Commerce Chain Management und E-Procurement.

Als gelungenes Beispiel für Commerce Chain nannte Dr. Martin den Mineralölkonzern Shell, wo die Öffnung des front-ends mit der J.D.-Edwards-Lösung zum Shell-Kunden hin gelang. Komplette Transaktionen sind möglich, Informationen über Verfügbarkeit jederzeit einsehbar. Dr. Martin stellte allerdings auch fest, dass es keinen Anbieter für E-Business-Systeme gäbe, der alles könne. So genannte "end-to-end-Lösungen" entpuppten sich recht schnell als Etikettenschwindel: "Es gibt keine Lösungen aus dem Hut."

Veränderungen bei den ERP-Systemen hat Dr. Martin festgestellt: "Inzwischen werden Informationen der Unternehmen mit Ihren Business-Kunden geteilt, auch auf der Einkaufsseite." Deshalb kommen neue Herausforderungen auf die ERP-Software zu. Die Kopplung der Prozesse über die Unternehmensgrenzen hinaus sei dabei ein wichtiger Faktor. Als Beispiel wurde die britische Supermarkt-Kette Tesco genannt. Tesco "teile" (im Deutschen gibt es keine adäquate Übersetzung für das englische "share") seine Abverkaufsdaten aus jedem Stützpunkt auf der Welt mit seinen Zulieferern, um in der Supply Chain flexibel und präzise zugleich zu sein. Diese Transparenz kann natürlich auch dazu führen, dass die Abverkaufszahlen vom Wettbewerber gekannt werden. Allerdings werde dies einkalkuliert, weil der Mehrwert dieser Transparenz die Nachteile deutlich überwiege.

Dieses "Teilen" von Informationen mit Zulieferern und anderen Geschäftskunden würde sich auch auf den Bereich der Sicherheit übertragen. Dr. Martin: "Zentral ist die Frage, was muss ich mit wem teilen, um den Profit zu erhöhen." Die Werkzeuge zur Gewährleistung der Sicherheit blieben gleich, allerdings werde Security zum Wettbewerbsfaktor.

Möglicherweise könnte sich der Tesco-Standard, wie mit Lieferanten gearbeitet wird, durchsetzen und von Wettbewerbern übernommen werden. Interessanterweise habe dieses System bei Tesco kein reinrassiger IT-Anbieter implementiert, sondern General Electric IT Services. Dr. Martin wertet dies als Zeichen dafür, dass den etablierten IT-Anbieter ein neuer Wettbewerb entsteht. (RS)


FIRMENPROFIL:

Die Meta Group ist ein unabhängiges, weltweites IT-Assessment- und Consulting-Unternehmen, das sich auf die Analyse und Beratung im Bereich der Informationstechnologie bei großen Anwendern und Herstellern spezialisiert hat. Das Angebot umfasst Infusion-Programme, Subskriptions-Services, Consulting, Benchmarking, Mergers & Acquisitions Service, Marktforschung und Publikationen zu allen Themenbereichen im IT-Umfeld, von neuen Technologien über zukünftige Trends bis hin zu den wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen. Der Fokus liegt auf einer breiten Servicepalette und sehr individuellem Service, der dem Kunden nicht nur Informationen liefert, sondern bei der Entscheidungsfindung unterstützt ("Analysis in Context"). Die Meta Group berät über 2.500 Kunden weltweit und hat ihren Stammsitz in Stamford, Connecticut, USA.


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